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04.02.2012 :: Deutsch :: Druckversion
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Die Berliner Mauer als Symbol des Kalten Krieges

Vom Instrument der SED-Innenpolitik zum Baudenkmal von internationalem Rang

Das von der DFG geförderte Kooperationsprojekt unter Federführung von Prof. Dr. Leo Schmidt vom Lehrstuhl für Denkmalpflege der Brandenburger Technischen Universität Cottbus untersucht die politischen Entscheidungen, die zur Errichtung der „Berliner Mauer“, zu ihren Veränderungen zwischen 1961 und 1989 sowie dem bis heute andauernden Abbau führten, analysiert die baulichen Strukturen, insbesondere der erhaltenen Reste und Spuren der rund 155 km langen Grenzanlagen rund um West-Berlin, und beschäftigt sich mit den Soldaten der DDR-Grenztruppen, die hier Dienst taten. Ziel ist ein differenziertes Verständnis des Geschichtsdenkmals “Berliner Mauer”. Die Grenzsicherungsanlage um West-Berlin war eine komplexe Barriere, die nie eine definitive Form erhielt, sondern ständig in Veränderung begriffen war. In dem Projekt geht es darum, die Grenzanlage als Prozess zu untersuchen und dabei die Wechselwirkungen zwischen den politischen Entscheidungen seitens der Staatsführung, den militärischen Entwicklungen bei den Grenztruppen der DDR und der Bautätigkeit an der Grenze und ihrer konkreten materiellen Struktur darzustellen.

Im Rahmen dieses Projektes befassen sich Prof. Dr. Manfred Wilke und Dr. Michael Kubina (ehem. Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin, jetzt beim Institut für Zeitgeschichte) mit den Absichten und Zielen der politischen Entscheidungsträger der DDR und der Frage, wie die Mauer vom Instrument der Problemlösung selbst zum Problem wurde. Der Blick auf  die Entscheidungsträger und politisch Verantwortlichen will die sich hinter der Propaganda verbergenden tatsächlichen Problemlagen, Absichten, Zielstellungen und Instrumente der SED-Führung in Bezug auf die „Berliner Mauer" thematisieren, systematisch darstellen und im Wandel der Zeit analysieren.

Am Projekt sind ebenfalls beteiligt Oberst Dr. Heinemann und Oberleutnant Maurer vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam. Sie untersuchen am Beispiel des Grenzkommandos Mitte die Struktur, Zusammensetzung sowie den Einsatz der DDR-Grenztruppen und fragen nach deren Einfluss auf Gestaltung und Weiterentwicklung der verschiedenen Sperrelemente der Grenzanlage.

Stand: August 2007

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