10.11.2016

Frauenförderung mit Prädikat



Das Institut für Zeitgeschichte ist für seine erfolgreiche Gleichstellungsarbeit erstmals mit dem Prädikat Total E-Quality ausgezeichnet worden. Elke Seefried, die Zweite Stellvertretende Direktorin des IfZ und Sylvia Necker, die Gleichstellungsbeauftragte, nahmen die Auszeichnung am 9. November bei einer Feierstunde in Nürnberg entgegen.

Das Prädikat „Total E-Quality“ wird an Institutionen und Unternehmen vergeben, die sich in ihrem Personalmanagement beispielhaft für die Chancengleichheit von Frauen und Männern einsetzen. Das Institut für Zeitgeschichte hat 152 Beschäftigte, darunter fast zwei Drittel Frauen. Der Anteil von Frauen in Leitungspositionen liegt bei 39 Prozent. Bereits seit 2012 hat das IfZ durch die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit gestärkt. 2016 verabschiedete das Institut einen Gleichstellungsplan: Dieser reicht von einem eigenen Budget für die Gleichstellungsbeauftragte und die Förderung von Mentoring-Programmen für Wissenschaftlerinnen über die stärkere Präsenz von Frauen in der Außenwirkung des IfZ bis hin zur Zielsetzung, die Sitzungszeiten familienfreundlicher zu gestalten.

In ihrer Begründung für die Prädikatsverleihung hatten die Jurorinnen und Juroren insbesondere die „innovativen Maßnahmen“ des IfZ für mehr Gleichstellung betont. Dazu zählte beispielsweise ein in diesem Jahr erstmalig angebotenes Sommercamp, das auch in Ferienzeiten für Kinderbetreuung sorgte, sowie der Einsatz einer eigenen Arbeitsgruppe zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Verleihung des Prädikats geht maßgeblich auf eine Vorbereitungsgruppe bestehend aus Elke Seefried und Sylvia Necker sowie der stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten Annemone Christians, Verwaltungsleiterin Christine Ginzkey und der Betriebsratsvorsitzenden Ute Elbracht zurück.

Das Prädikat TOTAL E-QUALITY wird jährlich für die Dauer von drei Jahren vergeben. Es bescheinigt ein erfolgreiches und nachhaltiges Engagement für die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Beruf. Zielsetzung ist eine individuelle Selbstverpflichtung der teilnehmenden Organisationen zur Chancengleichheit, die in einem transparenten Prozess auch überprüfbar sein muss. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Förderung von Frauen in Führungspositionen. Neben der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht es um eine chancengerechte Personalbeschaffung und  -entwicklung, um die Förderung partnerschaftlichen Verhaltens am Arbeitsplatz sowie um die Berücksichtigung von Chancengleichheit in den Unternehmensgrundsätzen.

Der Gleichstellungsplan des IfZ zum Download




© Institut für Zeitgeschichte