05.12.2016

War es wirklich kein Militärisch-Industrieller Komplex?



Tagungstelegramm: Rüstungsaufträge der Bundeswehr im Kalten Krieg


Aufgedeckte Fehlentwicklungen und Missstände bei der Beschaffung von Rüstungsgütern für die Bundeswehr schrecken die deutsche Öffentlichkeit immer wieder auf. Dabei werden in den Diskussionen häufig Begriffe aus der Zeit des Kalten Krieges verwendet, etwa der des "Militärisch-Industriellen Komplexes".

Doch ist dieser Begriff für die Verhältnisse in Deutschland angemessen? Ein alternatives, den deutschen Gegebenheiten entsprechendes Modell ist bisher nicht entwickelt worden. Dieter H. Kollmer vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (Potsdam) hat am Mittwoch, 30. November, in der Berliner Forschungsabteilung des Instituts für Zeitgeschichte vorgetragen. Er hält den Begriff des "Rüstungsinterventionismus" für die Aufträge der Bundeswehr im Kalten Krieg zielführender und legte dies anhand der Beschaffung von Wehrmaterial während des Ost-West-Konflikts dar.

 

 




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