12.12.2016

"Dark Tourism"



Call for Papers: Wie lässt sich Geschichte an Orten des Nationalsozialismus präsentieren?

 

"Am Ende kommen Touristen" ist der Titel eines preisgekrönten deutschen Spielfilms aus dem Jahr 2007. Er beschreibt die Annäherung eines jungen deutschen Zivildienstleistenden und eines polnischen Konzentrationslager-Überlebenden im internationalen Begegnungszentrum der Gedenkstätte Auschwitz, die unter den schwierigen Bedingungen des Massentourismus stattfindet. Die Orte des Holocaust, ehemalige Konzentrationslager, Gedenkstätten, Dokumentationszentren und Museen sind längst zu beliebten Zielen touristischer Reisen geworden. Die Bereitschaft, sich mit Massenmord und Massensterben auseinanderzusetzen, hängt auch davon ab, wie diese Geschichte präsentiert und erzählt wird.

 

Eine Konferenz in Glasgow vom 28. Juni bis 1. Juli 2017 widmet sich dem "Dark Tourism" an Stätten des Holocaust, der nationalsozialistischen Vergangenheit und dem Zweiten Weltkrieg. Sie richtet sich an Tourismusforscher, Historikerinnen und Historiker sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten. Veranstalter sind das Zentrum für Holocaust-Studien und die Dokumentation Obersalzberg als Fachabteilungen des Instituts für Zeitgeschichte zusammen mit dem Moffat Centre for Travel and Tourism Business Development von der Glasgow Caledonian University und dem Jack, Joseph and Morton Mandel Center for Advanced Holocaust Studies am United States Holocaust Memorial Museum. Vorschläge für Konferenzbeiträge können bis 28. Februar 2017 eingereicht werden.

 

Nähere Informationen zur Konferenz und zur Bewerbung finden Sie hier.




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