15.02.2017

Geschrumpfte Erwartungen?



Tagungstelegramm: Politische Zukünfte im 20. und 21. Jahrhundert

 

Die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts ist durch die Konkurrenz großer politischer Zukunftsentwürfe gekennzeichnet. Im „Zeitalter der Extreme“ rivalisierten die tradierten politischen Strömungen des 19. Jahrhunderts – Liberalismus, Sozialismus, politischer Katholizismus und Konservatismus – mit den Gemeinschafts-Ideologien der Zwischenkriegszeit (Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus). Dominierten nach 1945 im Westen zunächst Vorstellungen einer bescheidenen Demokratie, so öffneten sich in den 1960er und 1970er Jahren mit linksalternativen und grünen Entwürfen neue Erwartungshorizonte.


Zum Auftakt der Konferenz „Politische Zukünfte im 20. Jahrhundert“ diskutierten Lucian Hölscher (Ruhr Universität Bochum), Tilman Mayer (Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Joachim Radkau (Universität Bielefeld) und Armin Nassehi (Ludwig-Maximilians-Universität München) unter der Moderation von Elke Seefried (Institut für Zeitgeschichte München - Berlin) am 15. Februar 2017 im Vortragssaal des Instituts für Zeitgeschichte in München über politische Visionen und Aufbrüche im beginnenden 21. Jahrhundert.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, ob diese geschwunden sind, sich transformiert haben oder zunehmend zum Arsenal populistischer und nationalistischer Akteure werden. Diskutiert wurde auch, inwiefern sich die Erwartungen an Politik und Demokratie gewandelt haben.


Die Veranstaltung war einer Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Friedrich-Naumann-Stiftung, der Hanns-Seidel-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie Stefan Berger und Lucian Hölscher.




© Institut für Zeitgeschichte