06.03.2017

Fotografie und unser "Bild" vom Nationalsozialismus



Tagungstelegramm: Obersalzberger Gespräch

 

Fotos werden sowohl in der Wissenschaft als auch in der musealen Praxis entweder naiv als objektive Dokumente bzw. Abbilder der Realität verwendet oder sie werden als "Propaganda" im Sinne des schönen Scheins der NS-Diktatur verstanden, die es zu "enttarnen" gilt.


In ihrem Vortrag am 23. Februar im Kongresshaus Berchtesgaden setzte sich Maiken Umbach (University of Nottingham) mit professionellen und privaten Fotografien aus dem Nationalsozialismus auseinander. Sie regte dabei dazu an, die Aufnahmen als kommunikative und damit auch politische Praxis zu interpretieren, die zwischen Subjektivität und Ideologie vermittelte.  


Die Ausführungen basierten auf Maiken Umbachs aktuellem Projekt "Photographing National Socialism: Experience and Ideology in Germany, 1933-1945", in dem sie die fotografische Praxis im Nationalsozialismus an Beispielen privater Fotografie in Alben aus unterschiedlichen Kontexten untersucht. Den Abend moderierte Sylvia Necker (Institut für Zeitgeschichte München - Berlin).




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