14.03.2017

Kooperation oder Konflikt?



Tagungstelegramm: Helmut Schmidt und das Ende des deutsch-amerikanischen Devisenausgleichs

 

Zwischen 1961 und 1976 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die USA insgesamt acht Abkommen, die darauf abzielten, die infolge der US-Truppenpräsenz auf westdeutschem Boden entstehenden Devisenkosten durch deutsche Rüstungskäufe in den USA zu kompensieren. Bonn war zwar bereit, die USA zu unterstützen, den Außenwert des US-Dollars zu stabilisieren und das Währungssystem von Bretton Woods zu erhalten.

In seinem Vortrag am Mittwoch, 1. März 2017, legte Jens Hofmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München – Berlin dar, dass das Geschäft jedoch immer schwieriger wurde: Die Bundeswehr war bald hinreichend ausgerüstet und die Regierung Erhard kämpfte mit Haushaltsproblemen. Die US-Regierungen bestanden auf einem vollständigen Devisenausgleich und drohten andernfalls mit Truppenreduzierungen, was zu erheblichen Spannungen mit den Bundesregierungen führte. Hofmann führte aus, wie dieses Problem in der Kanzlerschaft Helmut Schmidts endgültig gelöst wurde. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung statt.




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