24.04.2017

"Weimarer Verhältnisse?"



Ein Kooperationsprojekt des IfZ mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dem Bayerischen Rundfunk


"Weimarer Verhältnisse? Sieben Beiträge zur Demokratie in Deutschland" – unter diesem Motto befassen sich sieben renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit vermeintlichen und tatsächlichen Parallelen zum Deutschland der Weimarer Republik. Die Serie ist eine Kooperation des Instituts für Zeitgeschichte mit dem Bayerischen Rundfunk und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Worum geht es? Tag für Tag erleben wir derzeit, dass unsere vermeintlich fest etablierte demokratische Staatsform keine Selbstverständlichkeit sein muss: Rechtspopulistische Strömungen und autoritäre Politikentwürfe gewinnen stattdessen in vielen Ländern an Zulauf. In diesem Zusammenhang wird gegenwärtig wieder häufig die Frage nach Parallelen zur Zwischenkriegszeit gestellt, ohne dass immer klar zu sein scheint, worüber dabei genau gesprochen wird. Sind wir auf dem Weg zurück nach Weimar? Was können wir aus dem Vergleich mit dem Niedergang der ersten deutschen Demokratie an Erkenntnissen für heute ziehen? Wir möchten mit dieser Serie in die Tiefe gehen und anhand einzelner Themenfelder mögliche Parallelen, die Brüche und Unterschiede ausloten.

 

Die Beiträge fragen nach der Entwicklung des Parteienspektrums ebenso wie nach der politischen Sprache, untersuchen die internationale Staatenkonstellation ebenso wie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen damals und heute. Ab Montag, den 24. April 2017 erscheint jeden zweiten Montag ganzseitig ein Teil der Serie in der Rubrik "Die Gegenwart" der FAZ. Schon am Vortag stellt der Bayerische Rundfunk den jeweiligen Beitrag im "Kulturjournal am Sonntag" im Programm Bayern 2 in einer radiogerechten Fassung vor. Den Auftakt machte dort am Sonntag, den 23. April Andreas Wirsching, der Direktor des Insituts für Zeitgeschichte, imGespräch it Ulrich Chaussy vom Bayerischen Rundfunk. Die weiteren Autorinnen und Autoren sind Prof. Dr. Werner Plumpe von der Goethe-Universität in Frankfurt a. Main, Prof. Dr. Horst Möller (München), die Historikerin Prof. Dr. Ute Daniel von der TU Braunschweig, Prof. Dr. Jürgen Falter (Mainz), der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Herfried Münkler von der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix von der Universität Paris-Sorbonne.

 

Das IfZ dokumentiert die Serie in FAZ und BR auf dieser Seite:

 

Teil 1: Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, mit einer Einführung zur politischen Kultur damals und heute

 

Andreas Wirsching: Appell an die Vernunft

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. April 2017

 

Interview mit Andreas Wirsching zum Serien-Start

Bayerischer Rundfunk, "Kulturjournal", 23. April 2017

 

Am Sonntag, 7. Mai folgt im Bayerischen Rundfunk und am Montag, 8. Mai in der FAZ der nächste Teil mit einem Beitrag von Werner Plumpe zum Thema Wirtschaft.

 

Bildnachweise:

 

Bild 1: PEGIDA-Demonstration in Dresden am 25.01.2015, by Kalispera Dell (http://www.panoramio.com/photo/116139835) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons (Bildzuschnitt)

Bild 2: Werbung für den Völkischen Beobachter, Parteizeitung der NSDAP, 1923, BArch Plak 002-039-015




© Institut für Zeitgeschichte