09.10.2017

Europa und die deutsche Einheit



Tagungstelegramm: Beobachtungen, Entscheidungen und Folgen


„Europa und die deutsche Einheit. Beobachtungen, Entscheidungen und Folgen“ heißt ein neuer Sammelband, der am Donnerstag, 28. September 2017, in der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur vorgestellt wurde. Mehr als zwanzig Länderstudien namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, darunter auch mehrere Historiker vom Institut für Zeitgeschichte, nehmen darin erstmals die deutsche Einheit aus gesamteuropäischer Perspektive in den Blick. Das Buch beschreibt die unterschiedlichen Reaktionen auf den Mauerfall vom 9. November 1989, der die deutsche Frage unverhofft auf die Tagesordnung der internationalen Politik setzte und skizziert damit gleichzeitig die Vorgeschichte der europäischen Integration, die nach den friedlichen Revolutionen in Ostmitteleuropa mit so vielen Hoffnungen vorangetrieben wurde und die heute immer häufiger infrage gestellt wird.

Nach einer Einführung von Mitherausgeber Michael Gehler (Universität Hildesheim) diskutierten auf unserem Podium Deborah Cuccia (Universität Florenz), György Dalos (Schriftsteller und Historiker), Maximilian Graf (Europäisches Hochschulinstitut Florenz / Mitherausgeber), Bernd Greiner (Berliner Kolleg Kalter Krieg) und Horst Teltschik (1989/90 Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Verhandlungen mit Polen). Die Moderation übernahm Hermann Wentker (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin).




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