09.02.2018

Außenpolitik online



Die kostenfreie Online-Bereitstellung der vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin im Auftrag des Auswärtigen Amts herausgegebenen „Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“ (AAPD) schreitet voran: Inzwischen sind sämtliche Jahresbände der Kanzlerschaft von Helmut Schmidt (SPD, 1974–1982) im Open Access verfügbar.


Der Kampf gegen den Terrorismus, insbesondere im Jahr des „Deutschen Herbstes“ 1977, der mit der Entführung des BDI-Präsidenten Schleyer und der Lufthansa-Maschine „Landshut“ seinem Höhepunkt zustrebte, die Reaktion der Bundesregierung, insbesondere die Missionen des Staatsministers Hans-Jürgen Wischnewski, das jahrelange Ringen um eine Fortführung der Ost- und Entspannungspolitik sowie der erbitterte Konflikt um den „NATO-Doppelbeschluss“ ab 1979, die Bemühungen zur Überwindung der „Eurosklerose“, die Etablierung neuer Gipfelformate wie der „Weltwirtschaftsgipfel“ (G 7) ab 1975, die deutsch-deutsche „Koalition der Vernunft“ im seit der sowjetischen Afghanistan-Invasion 1979, der Nachrüstungsdebatte und der Verhängung des Kriegsrechts in Polen 1981 voll entflammten „Zweiten Kalten Krieg“ – dies und viele andere spannende Fragen der Außen- und Deutschlandpolitik beleuchten die nun im World Wide Web frei zugänglichen Dokumente.


Seit 1993 legt das Institut für Zeitgeschichte mit den „Akten zur Auswärtigen Politik“ unmittelbar nach Ablauf der international üblichen dreißigjährigen Aktensperrfrist einen Jahrgang mit ausgewählten, oftmals auch geheimen Dokumenten aus dem Politischen Archiv des Auswärtigen Amts vor. Jeweils vier Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung bzw. Onlinestellung werden die Akten zur Auswärtigen Politik im gebührenfreien Open Access zur Verfügung gestellt. Neben den Jahrgängen 1973-1982 sind auch die AAPD-Bände 1949-1953, 1962-1970 sowie 1973-1982 kostenlos zu lesen und zu recherchieren.

Einen direkten Zugang zur Aktenedition im Open Access finden Sie hier.




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