24.04.2018

"Brexit"



Tagungstelegramm: Vergangenheit und Zukunft Großbritanniens in Europa

 

 

Das Ergebnis des britischen Referendums über die Mitgliedschaft in der Europäischen Union im Juni 2016 erschüttert die politische Landschaft Europas. Während die einen den sozialen und ökonomischen Niedergang Großbritanniens prognostizieren, sehen die anderen das Land einer erfolgreichen Zukunft entgegengehen und die EU zerbrechen. Wie immer "Brexit" bewertet wird, einig sind sich alle Kommentatoren über die historische Bedeutung des britischen Ausstiegs aus dem Projekt europäischer Integration. Die Tagung "Understanding Brexit. Britain and Europe in the Twentieth Century", die am 19. und 20. April am Institut für Zeitgeschichte in München stattfand und von IfZ und Deutschem Historischen Institut veranstaltet wurde, griff diesen Ball auf. Sie diskutierte die Brexit-Entscheidung in einer weiteren historischen Perspektive und ordnete sie in die Geschichte seit 1945 ein. Dabei wurden im Dialog renommierter deutscher und britischer Historikerinnen und Historiker etablierte Narrative europäischer wie britischer Geschichte kritisch hinterfragt.

 

Welche aktuelle Bedeutung dem Konferenzthema zukommt, zeigte die öffentliche Podiumsdiskussion "Brexit. Vergangenheit und Zukunft Großbritanniens in Europa", die im Rahmen der Tagung am 19. April in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften stattfand. Gisela Stuart (Labour), Philip Oltermann (The Guardian), Paul Lever (ehemals britischer Botschafter) und Andreas Gestrich (DHIL) diskutierten unter der Moderation von Andreas Wirsching (IfZ) äußerst kontrovers über die Gründe für den britischen Ausstieg aus dem Projekt europäischer Integration, über die Verfasstheit der Europäischen Union und wagten einen Blick in die Zukunft des Vereinigten Königreichs.

 

 

 




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