Aktuelle Fellows

Daniel Uziel works in Yad Vashem (Jerusalem) and teaches history and political science at the Ben-Gurion University. He is interested in modern German history, military history and history of technology.
He published so far two books: About the Wehrmacht propaganda and about the German aviation industry in WWII. His current research project – "forced labor in the German aviation industry" – is an expanded part from the last book. It started after it was realized what central role forced labor played in Germany's largest armament industry branch.

Daniel Uziel arbeitet in Yad Vashem (Jerusalem) und lehrt Geschichte und Politik in der Ben-Gurion Universität. Er befasst sich mit neuerer deutscher Geschichte, Militärgeschichte und Technikgeschichte.

Er hat bisher zwei Bücher veröffentlicht: Eines über die Wehrmachts Propaganda, und eines über die deutsche Luftfahrt im Zweiten Weltkrieg. Das gegenwärtige Forschungsprojekt – "Zwangsarbeit in der deutschen Luftfahrtindustrie" – ist ein erweitertes Kapitel aus dem letzten Buch. Es erforscht die zentrale Rolle der Zwangsarbeit in Deutschlands größte Branche der Rüstungsindustrie im Zweiten Weltkrieg.  Insbesondere wurde nach der Veröffentlichung des Buches realisiert, dass der Einsatz jüdischer Zwangsarbeiter mehr Aufmerksamkeit braucht.  
Diese Forschung wird hauptsächlich auf deutschen Primärquellen und mehr als 300 Zeitzeugenberichte basieren. Bisher wurden Quellen in den folgenden Archive gesichtet: US National Archives, Archiv des National Air & Space Museums, Bundesarchiv-Berlin, Bundesarchiv-Freiburg, Yad Vashem Archiv usw.

Der Aufenthalt in München ist notwendig, um Quellen in den Archiven des IfZ, des Deutschen Museums, der Gedenkstätte Dachau, und von BMW zu sichten.
Das Forschungsprojekt "Zwangsarbeit in der deutschen Luftfahrtindustrie" versucht zu erklären, wie  Zwangsarbeit zu einem zentralen Bestandteil einer "High-tech" Industrie wie der Luftfahrtindustrie wurde, und wie  dieses Phänomen die Verfolgung der Juden beeinflusst hat.   


Gerald Steinacher (USA), Associate Professor of History and Hymen Rosenberg Professor of Judaic Studies, University of Nebraska-Lincoln (USA). Projekt: Forgive and Forget? Catholic Responses to Postwar Justice in Germany and Italy 1945–1950.
Steinacher studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Innsbruck, Trient und New Orleans und arbeitete von 2000-2010 als Zeithistoriker am Südtiroler Landesarchiv (Bozen-Bolzano). Seit 2011 lehrt er an der Universität Nebraska-Lincoln (USA). 2010-2011 war er Joseph A. Schumpeter Research Fellow am Center for European Studies der Harvard University (Boston) und 2015 Research Fellow am International Institute for Holocaust Research in Yad Vashem (Israel). 2016 war Steinacher Gastprofessor an der Universität Passau und im Herbst/Winter 2017 Honorary Fellow am Historischen Kolleg (München).

Gerald Steinacher ist der Autor von vier Büchern und neun Sammelbänden zum italienischen Faschismus und der Geschichte des Nationalsozialismus mit Schwerpunkt Erinnerungskultur und Täterforschung. Sein neues Forschungsprojekt untersucht die Haltung der katholischen Kirchenführung zu den Nürnberger Prozessen und ganz allgemein zur „Entnazifierung“ Deutschlands und der „Entfaschisierung“ (Epurazione) Italiens in den ersten Nachkriegsjahren. Warum standen Kirchenführer in Deutschland, Italien und nicht zuletzt im Vatikan selbst den alliierten Planungen sehr kritisch bis ablehnend gegenüber? Wie wirkte sich das in Worten und Taten aus? Was waren die kirchlichen Alternativen, um mit Schuld und Verantwortung nach Weltkrieg und Holocaust umzugehen?


Bob Moore is Professor of Twentieth Century European History at the University of Sheffield. He has published extensively on the history of Western Europe in the mid twentieth century,  including "Victims and Survivors: the Nazi Persecution of the Jews in the Netherlands, 1940-1945 (1997)", "The British Empire and its Italian Prisoners of War 1940-1947" (with Kent Fedorowich 2003), "Refugees from Nazi Germany and the Liberal European States" (with Frank Caestecker, 2009) and his latest monograph "Survivors: Jewish Self-Help and Rescue in Nazi-Occupied Western Europe" was published by Oxford in 2010. He is currently completing work with Johannes Houwink ten Cate (NIOD) on the diary of a Dutch rescuer "Het geheime dagboek van Arnold Douwes: Jodenredder/The secret diary of Arnold Douwes: Rescuer" to be published in Dutch and English, and writing a monograph on prisoners of war during the Second World War.


Bert Hoppe hat an der Humboldt-Universität Berlin promoviert und forscht vor
allem zu Themen der deutschen und sowjetischen Zeitgeschichte. Zu seinen
Büchern zählen "Auf den Trümmern von Königsberg. Kaliningrad 1946-1970" und
"In Stalins Gefolgschaft. Moskau und die KPD 1928-1933". Im Rahmen der
"Edition Judenverfolgung" hat er die beiden Bände über die besetzen
sowjetischen Gebiete bearbeitet (VEJ 7 und 8).

In seinem neuesten Forschungsprojekt untersucht er die Geschichte Kiews
unter deutscher Besatzung. Das Projekt zielt darauf ab, eine
multiperspektivische Darstellung der verschiedenen Gewalt- und
Verbrechenskomplexe in der ukrainischen Hauptstadt im Zweiten Weltkrieg zu
schaffen. Neben dem Massaker an der jüdische Bevölkerung in Babij Jar werden
u.a. der Massenmord an sowjetischen Kriegsgefangenen in den
Durchgangslagern, die Beteiligung der ukrainischen Stadtverwaltung an
Verfolgungsmaßnahmen gegen Juden und Kommunisten sowie das Vorgehen der
Besatzer gegen ukrainische Nationalisten und die Hungersnot von 1942/43
analysiert und auf mögliche Interdependenzen hin untersucht. Zu diesem Zweck
verfolgt das Vorhaben einen erfahrungsgeschichtlichen Ansatz. Anhand von
Einzelschicksalen unterschiedlichster Akteure soll versucht werden, deren
Handlungsspielräume auszuloten und zugleich die Rollenzuschreibungen zu
hinterfragen.


Franziska Anna Karpinski, PhD Candidate at Loughborough University (UK)

She has a B.A. in American Studies and Modern European History from the Free University Berlin (2011), and an M.A. in Holocaust and Genocide Studies from the University of Amsterdam (2012, cum laude).

Her main research interests lie with perpetrators of mass political violence. Her current research is on peer dynamics, group cohesion, and radicalization of perpetrators of the Holocaust.

Since September 2014, she is a Ph.D. student in Modern History at Loughborough University, UK; the title of her thesis is “In Defense of Honor and Masculinity – In-Group Pressure, Violence, and Punishment in the Third Reich´s Elite, 1933-1945.”

She spoke at various conferences in the last years, such as at the universities of Amsterdam, Siena, Helsinki, and Geneva, among other topics, on “Suicide of High-Ranking Nazis as Mirrored in the Assessment and Reaction of the Regime´s Leadership”.

 In March 2016, the co-authored article, “Sexual Violence in the Nazi Genocide: Gender, Law, and Ideology” was published in an edited volume on genocide in comparative perspective (Amsterdam UP).

Since 2012, she participated in various academic summer programs in Rwanda (“Together Against Impunity in the Great Lakes Region” 2012), Poland & the USA (Auschwitz Jewish Center Fellowship 2014), and Israel (Yad Vashem Summer School 2014) – all with a research focus on mass political violence and genocide.

In October 2016, she was be a fellow at the German Historical Institute in Moscow to do research at the Former Special Archives (2 months) and in the summer of 2017, she will be an EHRI fellow in Munich and Bad Arolsen to do further research at the respective archives in connection with her doctoral project.




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