Albert Speer

31.05.2017 - 18:00 Ort: München


Seit 1931 NSDAP-Mitglied und bald ein Vertrauter Hitlers mit Hauptwohnsitz Obersalzberg (seit 1938) wurde Albert Speer rasch zum Architekten des Rassenstaates. Im Krieg engagierte er sich als Rüstungsminister unermüdlich für den totalen Kampf und die Vernichtungsmaschinerie. Gleichwohl behauptete er nach Kriegsende, stets distanziert, ja eigentlich unpolitisch und gar kein richtiger Nazi gewesen zu sein. Magnus Brechtken hat auf der Basis jahrelanger Recherchen und vieler bislang unbekannter Quellen eine umfassende Biografie des angeblich unpolitischen Technikers erarbeitet. Sie zeigt, wie es ihm gelang, diese Legende zu verbreiten, und wie Millionen Deutsche sie begierig aufnahmen, um sich selbst zu entschulden.

 

Die verblüffende Biografie eines umtriebigen Manipulators ist damit zugleich ein Lehrstück für den deutschen Umgang mit der eigenen Geschichte.

 

Mit Magnus Brechtken (Stv. Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin), Heike B. Görtemaker (Historikerin, Berlin) und Winfried Nerdinger (Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München). Moderation: Andreas Wirsching (Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München Berlin).

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Siedler-Verlag.

 

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