Sommersemester 2014

Dr. Bernhard Gotto

LMU München
Übung: Quellen und Forschung : Neue Soziale Bewegungen und Alternatives Milieu in der Bundesrepublik während der 1970er und 1980er Jahren
Zeit: Dienstag 8-10 Uhr 
Ort: Historicum, Schellingstr. 12, R. 201

Im Anschluss an die Außerparlamentarische Opposition und die Studentenbewegung formierten sich zahlreiche Protestgruppen und gesellschaftliche Strömungen, die ihre Anliegen außerhalb der etablierten politischen Institutionen zur Geltung zu bringen versuchten. Sie kritisierten gesellschaftliche Normen und Werte und vertraten alternative Politikansätze. Ihr gemeinsamer Nenner bestand in der Forderung nach umfassender Demokratisierung und nach Übereinstimmung von lebensweltlicher
Alltagspraxis und politischem Engagement; sie waren in stark dezentralen Netzwerken organisiert. Der Basiskurs wird in die Geschichte einzelner Bewegungen einführen, insbesondere der Friedensbewegung, der Frauenbewegung und der Anti-Atom-Bewegung. An ihrem Beispiel werden überdies Ansätze zur Erforschung der Neuen Sozialen Bewegungen
diskutiert.

Prüfungsform: RE


Prof. Dr. Dierk Hoffmann

Universität Potsdam
Oberseminar: Ausbau und Krise des modernen Sozialstaates. Arbeitsmarktpolitik vom späten Kaiserreich bis zur Berliner Republik (1890-2010)
Zeit: Montags 16 - 18 Uhr


Prof. Dr. Andreas Wirsching

LMU München
Kurs: Bachelor-Kurs Neueste Geschichte
Zeit: Montag, 14-16 Uhr (teilweise auch Blocktermine 14-18 Uhr)
Ort: Amalienstraße 73a (Raum wird noch mitgeteilt)

Konform zur Studienordnung des Bachelors Geschichte bietet diese Lehr-veranstaltung ein Begleitseminar für BA-Absolventen an, die ihre Abschlussarbeit in der Neuesten Geschichte schreiben. Das Begleitseminar eröffnet den Teilnehmern die Möglichkeit, ihr Arbeitsvorhaben vorzustellen und zu diskutieren. Das Programm richtet sich nach den Themen der jeweiligen Arbeiten. Im Rahmen dieser Veranstaltung halten Sie ein 20-30minütiges Referat über Ihre Bachelor-Arbeit. Dieses Referat ist eine eigene Prüfungsleistung und wird benotet.

Prüfungsform: RE


PD Dr. Elke Seefried

LMU München
Vorlesung: Die "alte" Bundesrepublik 1949-1989/90
Zeit: Montags, 14 - 16 Uhr
Ort: N 120 (Geschwister-Scholl-Platz, Großer Physiksaal)


War die „alte“ Bundesrepublik nach den Verwerfungen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges vor allem von der Suche nach Sicherheit und Stabilität geprägt? Oder ist sie als eine Erfolgsgeschichte zu verstehen, weil sich eine „geglückte Demokratie“ etablierte? Welche Rolle spielten die Einflüsse der und Interaktionsprozesse mit den westlichen Partnern, die unter dem Begriff der „Westernisierung“ firmieren? Und inwiefern veränderte sich die Bundesrepublik mit den wirtschaftlichen Problemen und Ölpreiskrisen der 1970er Jahre? Diesen und anderen Fragen widmet sich die Vorlesung, die einerseits einen Überblick über die zentralen politischen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Entwicklungslinien zwischen Besatzungszeit und Wiedervereinigung vermitteln wird, andererseits vertieft Forschungsdeutungen und –kontroversen behandelt. Ein besonderes Augenmerk gilt – entsprechend der aktuellen Forschungsdiskussion – der Periodisierung und der Frage, inwiefern die frühen 1970er Jahre als Zäsur der bundesrepublikanischen Geschichte zu verstehen sind.

 

Literatur: Eckart Conze, Die Suche nach Sicherheit. Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von der Gegenwart bis zu den Anfängen, München 2009; Anselm Doering-Manteuffel/Lutz Raphael, Nach dem Boom. Perspektiven auf die Zeitgeschichte seit 1970, 2. Auflage Göttingen 2010; Edgar Wolfrum, Die geglückte Demokratie. Geschichte der Bundesrepublik Deutschland von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, Stuttgart 2006; München 2007 (Taschenbuch).


Prof. Dr. Hermann Wentker

Universität Leipzig
Seminar: 
Preußen-Deutschland im europäischen Staatensystem: Bismarcks Außenpolitik 1862-1890
Zeit: 11.4.2014, 10.15-13.00; 26.5.2014, 10.15-19.00; 4.7.2014,  10.15-19.00
Ort: -

Das Seminar behandelt die preußisch-deutsche Außenpolitik in der Ära Bismarck. Dabei wird zunächst gefragt, wie die Großmacht Preußen ihre Macht so steigern konnte, dass 1871 unter ihrer Führung das Deutsche Reich gegeründet werden konnte. Nach 1871 ging es Bismarck vor allem darum, das Reich in der Mitte Europas zu erhalten, was ihm in den 1880er Jahren immer mehr Probleme bereitete. In dem Seminar wird trotz des Schwerpunkts auf Bismarck die preußisch-deutsche  Außenpolitik nicht isoliert betrachtet, sondern stets in die europäischen Zusammenhänge eingebettet; auch die Intedependenz von Innen- und Außenpolitik wird berücksichtigt.

Literatur: Winfried Baumgart, Europäisches Konzert und nationale Bewegung. Internationale Beziehungen 1830-1878, Paderborn 1999; Klaus Hildebrand, Das vergangene Reich. Deutsche Außenpolitik von Bismarck bis Hitler 1871-1945, Stuttgart 1995; Andreas Hillgruber, Bismarcks Außenpolitik, Freiburg 1981



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