IfZ-Oberseminar

LMU München

Zeit: Donnerstag, 27.10., Mittwoch, 9.11., Donnerstag, 24.11., Donnerstag, 8.12., Donnerstag, 22.12., Donnerstag, 19.1., Donnerstag, 2.2., jeweils 18.00 Uhr s.t. - 20.15 Uhr, sowie Samstag, 14.1., 10.00 Uhr s.t. - 15.30 Uhr


Ort:
IfZ, Leonrodstr. 46b, Seminarraum

Das Oberseminar steht allen im IfZ tätigen oder von IfZ-Dozenten betreuten Doktorandinnen und Doktoranden sowie Verfasserinnen und Verfassern von Master-  und Staatsexamensarbeiten offen. Auch Gäste können daran gerne teilnehmen. Neben der Vorstellung und Diskussion laufender Qualifizierungsarbeiten werden theoretische und methodische Fragen der Geschichtswissenschaft besprochen. Die Veranstaltung wird von Thomas Raithel, Thomas Schlemmer, Elke Seefried oder Andreas Wirsching geleitet (aktueller Seminarplan).

PD Dr. Frank Bajohr

LMU München
Vertiefungskurs: Zwischen Ohnmacht und Selbstbehauptung. Jüdische Reaktionen auf Verfolgung und Holocaust 1933-1945
Zeit: Montags 16:00 bis 19:00
Ort: Ludwigstr. 31, Raum 028

Die ältere Historiographie zum Holocaust hatte sich vor allem auf die NS-Täter und die Genesis der „Endlösung“ konzentriert, während die verfolgten Juden oft als passive Opfermasse erschienen. Die betroffenen Juden nahmen jedoch Verfolgung keineswegs passiv hin oder ließen sich wie Schafe zur Schlachtbank treiben. Die Lehrveranstaltung nimmt deshalb das breite Spektrum individueller und kollektiver Reaktionen und Verhaltensstrategien der Opfer seit 1933 systematisch in den Blick. Dabei wird zwischen verschiedenen Strömungen des Judentums differenziert und gefragt, inwieweit sich die jüdischen Reaktionen auf den Holocaust in eine längere Traditionslinie des Umgangs mit Verfolgung einordnen lassen.

Prüfungsformen: RE, HA, KL

Literatur: Frank Bajohr/Andrea Löw (Hrsg.), Der Holocaust. Ergebnisse und neue Fragen der Forschung, Frankfurt am Main 2015; Jewish Responses to Persecution, Vol. I-V, Lanham (Md.) 2010-2015.

Prof. Dr. Dierk Hoffmann

Universität Potsdam
Hauptseminar: Wirtschaftspolitik in Deutschland im 20. Jahrhundert. Zum Verhältnis von Staat und Wirtschaft
Zeit
: Dienstags 14-16 Uhr
Ort: 1.12.0.14

PD Dr. Thomas Schlemmer

LMU München

Vorlesung: Das Zeitalter der Extreme. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts zwischen Massengewalt und „Fortschritt“

Zeit: Zweistündig, Freitag 10-12 Uhr

Ort: Schellingstr. 3, S 002, Beginn: 21. Oktober 2016, Klausur

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist widersprüchlich und nur schwer auf einen Nenner zu bringen. Zu ihren Signaturen gehören die die Massengewalt von Totalem Krieg und Genozid ebenso wie kraftvolle neue Impulse für Demokratie und Menschenrechte im Zeichen von „Modernisierung“ und „Fortschritt“ – eines Fortschritts, der sich jedoch auf den zweiten Blick nicht selten als ambivalent und reversibel erweist. Die Vorlesung vermisst die Geschichte des 20. Jahrhunderts entlang der Achsen „Raum und Herrschaft“, „Krieg und Gewalt“ sowie „Mensch und Umwelt“, wobei neben Europa vor allem Afrika und Ostasien im Zentrum des Interesses stehen. Zudem werden die Potenziale der „Globalgeschichte“ ausgelotet, Deutungsmuster diskutiert und Gesamtinterpretationen auf ihre Stärken und Schwächen geprüft. 


Literatur:

  • Sebastian Conrad, Globalgeschichte. Eine Einführung, München 2013.
  • Eric Hobsbawm, Das Zeitalter der Extreme. Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, München 122014.
  • Akira Iriye/Jürgen Osterhammel (Hrsg.), Geschichte der Welt, Bd. 5: 1970 bis 1945 und Bd. 6: 1945 bis heute, München 2012/13.
  • Andrea Komlosy, Globalgeschichte. Methoden und Theorien, Wien u.a. 2011.
  • Mark Mazower, Der dunkle Kontinent. Europa im 20. Jahrhundert, Berlin 2000.
  • Heinrich August Winkler, Geschichte des Westens, 4 Bde., München 2009-2015.

Powerpointpräsentationen zur Vorlesung:

Fortschritt - Praesentation 1a.pptx
Fortschritt - Praesentation 2a.pptx
Fortschritt II.pdf
Fortschritt II-2.pdf
Fortschritt - Praesentation 3a.pptx
Fortschritt III-1.pdf
Fortschritt III-2.pdf

Fortschritt Text IV.pdf

Fortschritt - Präsentation 4a.pptx

Fortschritt - Präsentation 5.pptx

Fortschritt Text V-1.pdf

Fortschritt Text V-2.pdf

Fortschritt - Präsentation 6.pptx

Fortschritt Text VI-1.pdf

Fortschritt Text VI-2.pdf

Fortschritt - Präsentation 7a.pptx

Fortschritt Text VII-1.pdf

Fortschritt Text VII-2.pdf

Fortschritt - Präsentation 8.pptx

Fortschritt Text VIII-1.pdf

Fortschritt Text VIII-2.pdf

Fortschritt - Präsentation 9.pptx

Fortschritt Text IX-1.pdf

Fortschritt Text IX-2.pdf

Fortschritt Text X.pdf

Fortschritt - Präsentation 10.pptx

Fortschritt - Präsentation 11.pptx

Fortschritt Text XI.pdf

Fortschritt - Präsentation 12.pptx

 

 

 

Prof. Dr. Michael Schwartz

WWU Münster
Hauptseminar: Sexualität im doppelten Deutschland 1945/49-1989/90
Zeit: Blocktermin siehe HISLSF

Dr. Sebastian Voigt

Ruhr-Universität-Bochum
Übung für Fortgeschrittene: Von den Frühsozialisten bis zu den Bolschewiki. Klassische Texte des Sozialismus im langen 19. Jahrhundert
Zeit:

1.) Freitag, 21. Oktober 2016: 14 – 19 Uhr
2.) Samstag, 22. Oktober 2016: 9 – 17 Uhr
3.) Freitag, 2. Dezember 2016: 14 – 19 Uhr
4.) Samstag, 3. Dezember 2016: 9 – 17 Uhr

Ort: GABF 05/707

Dr. Niels Weise

LMU München
Übung: "Zeitalter der Weltkriege"
Zeit: Montags 10-12 Uhr, 17.10.16 - 06.02.17
Ort: Hauptgebäude A 015

Die Übung bietet einen Einblick in das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm) und in zentrale Aspekte der europäischen Geschichte von 1914 bis 1945. Dabei werden zentrale Forschungsfelder- und Debatten wie etwa Kolonialismus, Imperialismus, Faschismus oder Totalitarismus auf theoretisch-methodischer Ebene erörtert und anhand einzelner Beispiele thematisch vertieft.

Prüfungsformen: Klausur

Prof. Dr. Hermann Wentker

Universität Potsdam
Oberseminar: Brandenburg 1945-1952: Von der sowjetischen Besatzung zur DDR
Zeit: Donnerstags 8.00 bis 10.00
Ort: 1.12.0.05

Das Seminar nimmt die Zeit der sowjetischen Besatzung und der ersten Jahre der DDR aus einer regionalen Perspektive in den Blick. Wie sich die Diktatur in Brandenburg zwischen der Neukonstituierung der Provinz 1945 und der Auflösung des Landes 1952 durchsetzen konnte, ist das zentrale Thema der Veranstaltung. Dabei geht es zunächst um das Kriegsende und den beginnenden Neuaufbau unter maßgeblicher Ägide der sowjetischen Besatzungsmacht. Thematisiert werden des Weiteren die Bewältigung zentraler Nachkriegsprobleme, insbesondere die Integration der Vertriebenen und der wirtschaftliche Wiederaufbau trotz Demontagen und Reparationen sowie die politischen Repressionen durch sowjetische und deutsche Organe. Schließlich geht es um den politischen Neuaufbau der Verwaltung, die Neugründung der Parteien und die Etablierung eines neuen politischen Systems, in dem sich die KPD/SED von Anfang an eine führende Stellung zu sichern suchte.

Literatur: Michael C. Bienert, Zwischen Opposition und Blockpolitik. Die „bürgerlichen“ Parteien und die SED in den Landtagen von Brandenburg und Thüringen (1946-1952), Düsseldorf 2016. - Dieter Pohl, Justiz in Brandenburg 1945-1955. Gleichschaltung und Anpassung, München 2001. - Friederike Sattler, Wirtschaftsordnung im Übergang. Politik, Organisation und Funktion der KPD/SED im Land Brandenburg bei der Etablierung der zentralen Planwirtschaft in der SBZ/DDR 1945-52, Münster 2002.



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