09.03.2015

Das Berliner Kolleg Kalter Krieg hat seine Arbeit aufgenommen



Neue Forschungskooperation des Hamburger Instituts für Sozialforschung, des Instituts für Zeitgeschichte, der Bundesstiftung Aufarbeitung und der Humboldt-Universität 

 

Berlin (9.3.2015). Im März 2015 hat das Berliner Kolleg Kalter Krieg | Berlin Center for Cold War Studies seine Arbeit aufgenommen. Das Kolleg ist ein gemeinsames Projekt des Hamburger Instituts für Sozialforschung, des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Humboldt-Universität zu Berlin. 


Berlin war einer der wichtigsten Brennpunkte des Kalten Krieges – 25 Jahre nach dessen Ende eröffnet das Kolleg in der ehemaligen „Frontstadt“ neue Möglichkeiten zur Aufarbeitung dieser Epoche. „Der Kalte Krieg ist und bleibt eine Herausforderung für die Forschung“, erklärt Prof. Dr. Bernd Greiner, Mitarbeiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung und Leiter des Berliner Kollegs Kalter Krieg. „Dabei geht es nicht allein um Vergangenes, sondern zugleich um eine Ära, die auf unterschiedliche Art und Weise noch heute nachwirkt – weltweit wie regional.“ In diesem Sinne sollen sich Geschichtswissenschaft und Zeitdiagnose ergänzen.


Das Kolleg ist ein Ort internationalen Wissenschaftsaustauschs und zur Weiterentwicklung einschlägiger Forschungen. Dabei stehen geschichtswissenschaftliche Beiträge zu den internationalen Beziehungen – und gerade zum globalen Kontext des Kalten Krieges – ebenso im Blickpunkt wie die Wahrnehmung und Verarbeitung von Konflikten, die Emotionsgeschichte des Kalten Krieges und die Implikationen der globalen Systemkonkurrenz für Gesellschaft und Wissenschaften in Ost und West. Es werden eigenständige Projekte durchgeführt, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem In- und Ausland mit Stipendien gefördert und Vorträge sowie Tagungen auch für eine interessierte Öffentlichkeit angeboten.


Die Partner des Berliner Kollegs sind für ihre fundierten Arbeiten zum Kalten Krieg einschlägig bekannt und verfügen über umfangreiche Kontakte in der internationalen Wissenschaftswelt. „Die Bündelung dieser Expertise“, so Bernd Greiner, „wird das Kolleg zu einem weltweit beachteten Kommunikations- und Kompetenzzentrum machen.“


Das Berliner Kolleg Kalter Krieg | Berlin Center for Cold War Studies stellt sich am 19. März 2015 um 19 Uhr im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin der Öffentlichkeit vor. Horst Teltschik, ehemaliger Vizechef des Bundeskanzleramts, referiert zum Thema „Der Kalte Krieg und die europäische Gegenwart“. Anschließend diskutiert er mit Bernd Greiner und Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München – Berlin. 


Weiterführende Informationen zum Berliner Kolleg Kalter Krieg | Berlin Center for Cold War Studies finden Sie auf den Internetseiten der vier Partnerinstitutionen:

 

 

Koordination

Berliner Kolleg Kalter Krieg | 

Berlin Center for Cold War Studies

Dr. Bettina Greiner

Knesebeckstraße 86/87

10623 Berlin

030/2023 9663




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