29.11.2016

Migration, Flucht und Asyl



Konzepte, Akteure und Praktiken seit dem Zweiten Weltkrieg in globaler Perspektive

München (28.11.2016). Von 14. bis 16. Dezember 2016 befasst sich eine internationale Konferenz im Münchner Institut für Zeitgeschichte mit der historischen Dimension von Migration, Flucht und Asyl seit dem Zweiten Weltkrieg.

Ausgehend von Flucht und Vertreibung im Europa der Nachkriegszeit und den politischen Flüchtlingen im Kalten Krieg richtet sich der Blick auch auf die Massenfluchtbewegungen in den Ländern der Dritten Welt seit den 1970er Jahren. Mit der Auflösung der Sowjetunion und den Jugoslawienkriegen wurde Migration in den 1990er Jahren sowie jüngst im Kontext des syrischen Bürgerkriegs erneut zu einer bedeutenden Herausforderung für Europa. Die interdisziplinär angelegte Tagung untersucht Konzepte, Akteure und Praktiken dieser globalen Migrationsbewegungen von 1945 bis in die Gegenwart: Sie geht den politischen, rechtlichen und wissenschaftlichen Konzepten von Migration, Flucht und Asyl nach, arbeitet die Motive und Prinzipien heraus, die den Diskurs um humanitäre Hilfe und Asylpolitik prägten und identifiziert die Akteure und ihre Praktiken politischer Steuerung und Einflussnahme.

Die dreitägige Konferenz beginnt am Mittwoch, 14. Dezember, um 9 Uhr. Am Abend des zweiten Konferenztages steht um 19 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion auf dem Programm: Unter dem Titel "Fluchtpunkt Europa" unternehmen Michael Schwartz (Institut für Zeitgeschichte München - Berlin), Katharina Lumpp (UNHCR), Grazia Prontera (Universität Salzburg) und Krzysztof Ruchniewicz (Universität Breslau) aus verschiedenen europäischen Blickwinkeln eine historische Einordnung der aktuellen Flüchtlingskrise. Moderation: Jeanne Rubner (Bayerischer Rundfunk).

Das vollständige Konferenzprogramm finden Sie hier.

Konferenzsprachen sind deutsch und englisch mit Simultanübersetzung. Die Tagung ist eine Kooperation mit der Munk School of Global Affairs an der University of Toronto und wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Wir möchten Sie zu dieser Konferenz herzlich einladen und bitten um Ihre Anmeldung bis Freitag, 9. Dezember, unter presse[at]ifz-muenchen.de.

 

Veranstaltungsort:

Institut für Zeitgeschichte

Leonrodstr. 46b

80636 München

 

 




© Institut für Zeitgeschichte