Wissenschaftliche Nachwuchsförderung

Das Institut für Zeitgeschichte engagiert sich umfassend, um den intensiven Austausch zwischen etablierten und jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu fördern. Dementsprechend verfügt es in der Nachwuchsförderung über langjährige Erfahrung und Kompetenz. Sie ergibt sich zum einen aus den konkreten Forschungsprojekten des Instituts, in denen meist auch Positionen für den wissenschaftlichen Nachwuchs bestehen. Doktorandinnen und Doktoranden erhalten somit ebenso wie Post-Doktorandinnen und Post-Doktoranden die Möglichkeit zur eigenen Forschung in einem Team und unter exzellenten finanziellen und fachlichen Voraussetzungen. Zum anderen gewährleistet die Tätigkeit von insgesamt zehn habilitierten Hochschullehrkräften am Institut die intensive Betreuung der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Sie sichert überdies deren Verbindungen zu den Universitäten.
Darüber hinaus leistet das IfZ Unterstützung durch Doktorandenfinanzierungen, einschlägige Förderprogramme im Rahmen von Graduiertenschulen, Kolloquien und Netzwerken sowie Training in der wissenschaftspraktischen Entwicklung, beispielsweise zur „Schreib-Praxis“:

Die Doktorandinnen und Doktoranden des IfZ treffen sich in regelmäßigen Abständen, um sich über ihre Dissertationen auszutauschen. Sprecherin der IfZ-Doktorandinnen und Doktoranden ist Anna-Raphaela Schmitz.

IfZ-Oberseminar

Das Institut bietet in München ein Oberseminar an, das allen im IfZ tätigen oder von IfZ-Dozenten betreuten Doktorandinnen und Doktoranden sowie Verfasserinnen und Verfassern von Master-, Magister- und Staatsexamensarbeiten offensteht. Auch Gäste können daran teilnehmen. Neben der Vorstellung und Diskussion laufender Qualifizierungsarbeiten werden theoretische und methodische Fragen der Geschichtswissenschaft besprochen. Die Veranstaltung wird von Thomas Raithel, Thomas Schlemmer, Elke Seefried oder Andreas Wirsching geleitet. Das Seminar ist dreistündig und findet während des Semesters in der Regel alle zwei Wochen statt. Der aktuelle Seminarplan kann unter www.ifz-muenchen.de/das-institut/lehrveranstaltungen eingesehen werden.

Das Doktorandennetzwerk

Das DoktorandennetzwerkIn Fortsetzung bereits erprobter Doktorandentage, die auf die frühere Augsburger Lehrtätigkeit des Direktors zurückgehen, hat das Institut für Zeitgeschichte im Jahr 2012 ein Doktorandennetzwerk etabliert, das die am IfZ tätigen Doktorandinnen und Doktoranden untereinander stärker integriert, sie aber vor allem mit dem Wissenschaftsnachwuchs anderer Universitäten in einen regelmäßigen Austausch bringt. Dieses Netzwerk besteht zwischen dem IfZ und den Lehrstühlen für Neuere und Neueste Geschichte an den Universitäten Bonn (Prof. Dr. Joachim Scholtyseck) und Mainz (Prof. Dr. Andreas Rödder). 2012 fand die erste derartige Veranstaltung in den Räumen des IfZ statt. Etwa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten fünfzehn vorgestellte Promotionsprojekte. Die Doktorandentage finden alle ein bis zwei Jahre statt.

Die Leibniz Graduate School des IfZ

Die Leibniz Graduate School „Enttäuschung im 20. Jahrhundert“ bietet fünf Doktorandinnen und Doktoranden sowie einem Habilitanden ein strukturiertes Ausbildungskonzept. Der wissenschaftliche Nachwuchs soll nach drei Jahren nicht nur innovative Forschungsergebnisse vorweisen können, sondern mit Fertigkeiten ausgestattet sein, die ihm bei den weiteren Schritten in der wissenschaftlichen Laufbahn helfen. Diesem Ziel dienen Qualifizierungsmodule, die die Kooperationspartner IfZ und Ludwig-Maximilians-Universität München bereitstellen. So durchlaufen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die jährliche Schreibschule der VfZ, außerdem steht ihnen das umfangreiche Qualifizierungsangebot von ProMoHist offen, dem strukturierten Doktorandenprogramm der LMU für Historikerinnen und Historiker. Die Mitglieder der Graduate School haben von diesen Möglichkeiten bereits regen Gebrauch gemacht. Um sie individuell zu fördern, werden sie von Beginn an dazu angeleitet, das internationale Netzwerk an Kontakten und Kooperationen von IfZ und LMU zu nutzen. So sammeln sie sehr frühzeitig Erfahrungen in Wissenschaftsräumen außerhalb Deutschlands und erhalten die Gelegenheit, ihre Forschungen mit internationalen Experten zu diskutieren. Schließlich entwickelt die Graduate School gezielt die Organisationskompetenzen ihrer Mitglieder. Sie konzipieren und veranstalten in jedem der drei Jahre einen Workshop bzw. eine Tagung.

Das Seminar „Schreib-Praxis“

Aus der Nachwuchsförderung des IfZ nicht mehr wegzudenken ist das Seminar „Schreib-Praxis“, das seit 2007 jährlich unter der Federführung der Redaktion der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte im niederbayerischen Aldersbach stattfindet. Unter der Anleitung erfahrener Autoren haben junge Geisteswissenschaftler – in der Regel Doktorandinnen und Doktoranden – die Möglichkeit, die Grundregeln guten wissenschaftlichen Schreibens zu erlernen. Viele Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler haben bereits an der Aldersbacher „Schreib-Praxis“ teilgenommen, die damit auch ein wichtiger Multiplikator für die Arbeit des Instituts geworden ist.

Am IfZ sind folgende Doktorandinnen und Doktoranden beschäftigt:

Giles Bennett

Mario Boccia

Sophie Friedl
Carlos Haas
Carina Knorz

Laura Löbner
Kristina Milz

Malte Müller
Franziska Nikolay
Christian Packheiser

Nadine Recktenwald
Caroline Rieger
Anna-Raphaela Schmitz

Christian Schmittwilken

Kerstin Schwenke
Irina Stange
Rick Tazelaar
Franziska Walter

 

 



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