08.05.2015

Die Quellen sprechen



Das gemeinsame Audioprojekt von Bayerischem Rundfunk und Institut für Zeitgeschichte geht in die zweite Runde: Ab Freitag, den 8. Mai 2015 startet im Hörfunkprogramm Bayern 2 eine weitere Staffel der Höredition „Die Quellen sprechen“.



Die Produktion folgt in ihrer Auswahl der Quellenedition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“, die das Institut für Zeitgeschichte gemeinsam mit seinen Projektpartnern – der Universität Freiburg und dem Bundesarchiv - erarbeitet. Die auf 16 Bände angelegte Edition, die im Verlag De Gruyter Oldenbourg erscheint, gilt als die weltweit umfassendste Sammlung und wissenschaftliche Aufarbeitung von Dokumenten zur Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten. Sie macht viele der Dokumente erstmals zugänglich.

Mit der Höredition „Die Quellen sprechen“ werden die Texte, darunter Briefe, Tagebucheintragungen, Verordnungen, Befehle und Zeitungsberichte, auch für ein breiteres Publikum aufbereitet. Sie werden den Schauspielern Matthias Brandt und Wiebke Puls gelesen, außerdem von Zeitzeugen und Überlebenden des Holocaust. Die Höredition ging 2013 erstmals auf Sendung und läuft bis 2017 in mehreren räumlich und zeitlich gegliederten Staffeln. Begleitet werden die gesprochenen Quellen im Format „Diskurs“ durch ergänzende Hintergrundinformationen von Historikerinnen und Historikern.


 

 

 

 

Auf der Webseite www.die-quellen-sprechen.de sind alle Dokumente der Höredition dauerhaft zugänglich, also auch die bereits 2013 gesendeten Folgen. Die gesprochenen Quellen werden erweitert durch Kurzbiografien, Manuskripte und vertiefende Recherchemöglichkeiten. Ebenfalls auf dieser Seite finden Sie die Beiträge der IfZ-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für das Format „Diskurs“.

Die zweite Staffel wurde am 5. Mai eingeleitet im Funkhaus des BR von einer Podiumsdiskussion mit den Zeitzeuginnen Charlotte Knobloch und Eva Umlauf und den Herausgebern der Edition Susanne Heim und Dieter Pohl.

Die Aufzeichnung wird am Samstag, 9. Mai um 22:30 Uhr auf ARD alpha gezeigt.

Die neuen Sendetermine für die „Die Quellen sprechen“ finden Sie hier

 

Die Fotos zeigen die Podiumsdisskussion zur Auftaktveranstaltung der zweiten Staffel mit Charlotte Knobloch, Eva Umlauf, Susanne Heim und Dieter Pohl. IfZ-Direktor Andreas Wirsching führte in das Projekt ein (Bild 2). Unter den Gästen befanden sich auch viele Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die für das Projekt Texte gelesen haben, darunter Helene Habermann (Bild 3), die selbst 1944 in ein KZ deportiert wurde (Fotos: Philipp Kimmelzwinger/BR).

 

www.die-quellen-sprechen.de

 

 




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