29.04.2016

Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition



Tagungstelegramm: Mitherausgeber Roman Töppel erläutert in der Dokumentation Obersalzberg Geschichte und Bedeutung von Hitlers Propagandaschrift

„Mein Kampf“ ist Hitlers wichtigste politische Schrift – und seine Entstehungsgeschichte ist eng verwoben mit dem Obersalzberg. Sie entstand in den Jahren 1924-26 in zwei Bänden und ist stilisierte Autobiografie, ideologisches Programm, Parteigeschichte, Hetzschrift und Anleitung zur Erringung der Macht in einem. Hitler schrieb den Großteil des ersten Bandes, als er nach seinem gescheiterten Putschversuch in Landsberg inhaftiert war. Der zweite Band allerdings wurde nach Hitlers Freilassung weitgehend in Berchtesgaden und auf dem Obersalzberg verfasst.

An diesem historischen Ort, in der Dokumentation Obersalzberg, hat Roman Töppel, einer der Herausgeber der IfZ-Edition, das Buch am Dienstag, 26. April, vorgestellt und vertrat damit vor vollbesetztem Haus den Projektleiter Christian Hartmann, der kurzfristig wegen Krankheit absagen musst. Das Institut für Zeitgeschichte hat „Mein Kampf“ als zentrale Quelle des Nationalsozialismus erstmals umfassend und mit mehr als 3.500 kritischen Kommentaren aufbereitet. Wie Roman Töppel darlegte, ordnet die Edition die historischen Fakten ein, erklärt den Entstehungskontext, legt Hitlers gedankliche Vorläufer offen und kontrastiert seine Ideen und Behauptungen mit den Ergebnissen der modernen Forschung. Nicht zuletzt zeigt sie auf, wie Hitlers Ideologie nach 1933 die verbrecherische Politik des NS-Regimes prägte.




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