02.10.2017

Der Historiker als Arzt?



Tagungstelegramm: Die deutsch-italienischen Beziehungen und die Historikerkommission

 

Ende März 2009 beriefen die damaligen Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Franco Frattini eine Deutsch-Italienische Historikerkommission, die aus der gemeinsamen Kriegsvergangenheit Bausteine für eine neue Erinnerungskultur erarbeiten sollte. Im Sommer 2012 legte die Kommission ihren Abschlussbericht vor.


Am Donnerstag, 28. September 2017, diskutierte eine Podiumsrunde am Institut für Zeitgeschichte in München, was fünf Jahre danach aus den Empfehlungen der Kommission geworden ist: Welche Ideen wurden umgesetzt, welche nicht, und was lässt sich über den Erfolg der einzelnen Initiativen sagen? Wie prägen Krieg, Nationalsozialismus und Faschismus die deutsch-italienischen Beziehungen bis heute? Darüber tauschten sich Hans Heiss (Bozen), Lutz Klinkhammer (Deutsches Historisches Institut Rom), Thomas Schlemmer (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin), Gustav Seibt (Süddeutsche Zeitung) und Botschafter a.D. Michael Steiner (München) aus. Die Moderation übernahm Andreas Wirsching, Direktor des IfZ.


Mit dieser Veranstaltung verabschiedete das IfZ gleichzeitig seinen langjährigen wissenschaftlichen Mitarbeiter Hans Woller, der als renommierter Kenner der Geschichte Italiens und des italienischen Faschismus ebenfalls Mitglied der Historikerkommission war. Hans Woller, der jüngst eine vielbeachtete Biografie über Benito Mussolini vorgelegt hatte und von 1994 bis 2016 Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte war, tritt in den Ruhestand.




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