27.10.2017

Mugabe - ein afrikanischer Tyrann



 

Tagungstelegramm: Band 2 der Reihe „Diktatoren des 20. Jahrhunderts“

 

Kaum ein afrikanischer Politiker polarisiert so sehr wie Robert Mugabe. Während Mugabe im Westen als Prototyp des afrikanischen Despoten gilt, wird er in Afrika trotz seiner jahrzehntelangen Gewaltherrschaft über Simbabwe und der Zerstörung des Landes immer noch erstaunlich positiv gesehen. Doch auch in Europa wurde Mugabe lange als Befreier gepriesen. Die Vorstellung, er sei ein gefallener Revolutionär, hält sich hartnäckig.

Die neue Biografie von Christoph Marx (Universität Duisburg-Essen) aus der IfZ-Reihe "Diktatoren des 20. Jahrhunderts", die am Donnerstag, 19. Oktober, in München vorgestellt wurde, zeichnet ein neues Bild Mugabes: Der Autor zeigt, dass dem vermeintlichen Hoffnungsträger von Anfang an jedes Mittel recht war, um seine alles überschattende Machtgier zu stillen.

Christoph Marx diskutierte seine Thesen mit Manfred Öhm (Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin). Die Einführung und Moderation übernahm Hans Woller, der Mitherausgeber der IfZ-Diktatoren-Reihe ist und den ersten Band über Benito Mussolini vorgelegt hatte.




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