12.12.2017

30 Jahre INF-Vertrag



Tagungstelegramm zur internationalen Tagung "The INF Treaty of 1987 – A Reappraisal" in Berlin (30. November - 2. Dezember 2017)


Mit dem von Ronald Reagan und Michail Gorbatschow am 8. Dezember 1987 unterzeichneten "Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty" - kurz INF-Vertrag - wurde erstmals vereinbart, eine ganze Waffengattung (bodengestützte nukleare Mittelstreckenraketen mit Reichweiten von 500 - 5.500 km) zu vernichten und diesen Prozess auch wechselseitig zu überwachen. Dass der Vertrag zustande kam, war angesichts des nur wenige Jahre zurückliegenden Höhepunkts des "Zweiten Kalten Krieges" eine Sensation.

 

Die Tagung, die das Institut für Zeitgeschichte in Kooperation mit dem Berliner Kolleg Kalter Krieg und der Universität Mannheim mit freundlicher Unterstützung der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, der Deutschen Stiftung Friedensforschung und der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert hat, beleuchtete die Vorgeschichte, den Abschluss und die Umsetzung des Vertrags aus internationaler und gesellschaftlicher Perspektive. Angesichts der aktuellen Entwicklung - die USA werfen Russland vor, das Abkommen durch die Produktion und das Testen von landgestützten Marschflugkörpern zu verletzen, und denken deshalb ihrerseits über eine Kündigung des Vertrags nach - widmete sich eine im Rahmen der Konferenz veranstaltete öffentliche Podiumsdiskussion der besorgniserregenden Aktualität des INF-Vertrags.

Podiumsdiskussion (von links nach rechts): Dr. Oliver Meier (Stiftung Wissenschaft und Politik), Prof. Dr. Andreas Wirsching (Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München - Berlin), Prof. Dr. Bernd Greiner (Berliner Kolleg Kalter Krieg), Otfried Nassauer (Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit) und Ministerialdirigentin Dr. Susanne Baumann (stellvertretende Abrüstungsbeauftragte der Bundesregierung).




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