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16.05.2012 :: Deutsch :: Druckversion
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Demokratiegeschichte des 20. Jahrhunderts als Zäsurgeschichte. Das Beispiel der frühen Weimarer Republik

Im Rahmen eines von der Leibniz-Gemeinschaft finanzierten Kooperationsprojekts beschäftigen sich das Institut für Deutsche Sprache in Mannheim (Prof. Dr. Heidrun Kämper, Gesamtkoordination), das Herder-Institut in Marburg (Prof. Dr. Peter Haslinger) und das Institut für Zeitgeschichte in München (Projektbetreuer: Prof. Dr. Thomas Raithel) seit Anfang 2010 mit der Umbruchphase zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik.


Das interdisziplinäre Projekt soll mittels verschiedener sprach- bzw. geschichtswissenschaftlicher Ansätze neue Erkenntnisse zum sozio-politischen Wandel der frühen Weimarer Republik  gewinnen.


Teilprojekt "‚Volk‘ im Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik. Demokratisches und völkisches Denken 1918-1924"

Das am Institut für Zeitgeschichte angesiedelte Teilprojekt widmet sich der Frage nach den Bedeutungen und Veränderungen des Volksbegriffes in der Phase des Übergangs zwischen Januar 1918 und Sommer 1924. Bislang wurde meist nur der rassistisch exkludierende Volksbegriff der radikalnationalistischen völkischen Gruppierungen untersucht. Die ebenfalls existierende demokratisch-egalitäre Bedeutung des Wortes ‚Volk‘ wurde jedoch kaum in den Blick genommen. Die Studie wird sich zunächst auf den Gebrauch des Volksbegriffes bei den im Reichstag vertretenen Parteien konzentrieren. Durch eine umfangreiche Analyse von parlamentarischen und Parteiquellen sowie parteinahen Zeitungen soll der Frage nach der Verwendung und den eventuellen Mischungsverhältnissen der beiden idealtypisch gegenübergestellten Bedeutungsvarianten  nachgegangen werden. Dabei stehen neben dem ‚Volk‘ auch Komposita, Derivationen sowie Neben- und Gegenbegriffe im Blickfeld der Untersuchung. Methodisch orientiert sich die Studie am Ansatz der Neuen Ideengeschichte, sie rezipiert aber auch methodische Elemente der Begriffsgeschichte und Historischen Diskursanalyse.


Das Teilprojekt  am IfZ wird in Form einer Dissertation von Jörn Retterath bearbeitet.

Stand: Juni 2010


 
 
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