StartseiteAktuellesVeranstaltungskalender 2013Mitarbeiterinnen und MitarbeiterÜber das InstitutBenutzerinformationArchivBibliothekForschungVierteljahrshefte für ZeitgeschichtePublikationenSchriftenreihe der VfZStudien zur ZeitgeschichteNeuester BandBisher erschienenGesamtverzeichnisQuellen und DarstellungenBiographische QuellenTexte und MaterialienZeitgeschichte im GesprächEdition JudenverfolgungBibliographie zur ZeitgeschichteDokumentation ObersalzbergGutachtenRezensionenGesamtverzeichnisLehrveranstaltungenAbteilung BerlinAktenedition zur Auswärtigen PolitikDokumentation ObersalzbergLinks

Suche über die ganze Website:
19.05.2013 :: Deutsch :: Druckversion
Sie befinden sich hier: Publikationen / Studien zur Zeitgeschichte / Bisher erschienen / 
   

Band 78



Axel Drecoll: Der Fiskus als Verfolger

Axel Drecoll: Der Fiskus als Verfolger. Die steuerliche Diskriminierung der Juden in Bayern 1933-1941/42. München 2009. ISBN 978-3-486-58865-1.

 

Bevor der NS-Staat die Juden ermordete, raubte er sie aus. Protagonist in diesem Vorstadium der Vernichtung war der Fiskus: Er diskriminierte die Opfer durch Steuern und Sonderabgaben, beschlagnahmte und verwertete ihr Vermögen. Dass auch die Finanzbeamten die antisemitische NS-Politik unterstützten, hat die Forschung lange Zeit übersehen. Die vorliegende Studie schließt diese Lücke. Auf der Basis zahlreicher, zum Teil erst seit kurzem erschlossener Quellen rückt sie den Fiskus als Täter der Judenverfolgung in Bayern in den Mittelpunkt und untersucht die verheerenden Folgen für die Opfer. Die Ergebnisse sind eindeutig: Die finanziellen Interessen des Staates und der radauantisemitische Radikalismus gingen Hand in Hand und verstärkten den Verfolgungsdruck auf die jüdische Bevölkerung immens. Ausgeübt wurde er von einer unseligen Allianz zwischen der klassischen Bürokratie und dem Verfolgungsapparat von Partei und Gestapo. So wandelt sich das Bild der traditionellen Finanzbehörde vom neutralen Befehlsempfänger zu einem zentralen Akteur der Judenverfolgung und zu einer tragenden Stütze des NS-Regimes.

Axel Drecoll, geboren 1974, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin.

 

Bestellen beim R. Oldenbourg-Verlag


Zurück zur Übersicht


 
 
Aktuelles:
17-05-13 11:13
Neuerscheinung

Jürgen Zarusky, Martin Zückert (Hrsg.): Das Münchener Abkommen von 1938 in europäischer Persp...

[mehr]

16-05-13 12:13
sehepunkte 13 (2013), Nr. 5 ist erschienen

Herausgegeben von Andreas Fahrmeir / Peter Helmberger / Hubertus Kohle / Mischa Meier / Matthias Sch...

[mehr]

08-05-13 10:04
Tagungs-Telegramm

Podiumsdiskussion über die Allgemeine SS und ihre Mitglieder

[mehr]

29-04-13 12:17
Neuerscheinung

Das Aprilheft der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte (Ausgabe 2/2013) ist erschienen.

[mehr]

25-04-13 15:29
Tagungs-Telegramm

Buchvorstellung „Matthias Peter/Hermann Wentker (Hrsg.), Die KSZE im Ost-West-Konflikt. Internationa...

[mehr]

25-04-13 14:17
Neuerscheinung

Tim Szatkowski: Gaddafis Libyen und die Bundesrepublik Deutschland 1969 bis 1982

 

[mehr]

25-04-13 09:47
Neue Öffnungszeiten am IfZ

Bibliothek und Archiv haben ab Mai von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

[mehr]

24-04-13 18:59
Der Jahresbericht 2012 ist erschienen

Projekte und Publikationen, Personalien und Perspektiven - jetzt zum Download

[mehr]

24-04-13 10:27
Neuerscheinung

Andrea Löw, Doris L. Bergen, Anna Hájková (Hrsg.): Alltag im Holocaust. Jüdisches Leben im Gr...

[mehr]

17-04-13 17:53
Minister-Besuch

Die Agrarministerkonferenz besichtigte die Dokumentation Obersalzberg

[mehr]

02-04-13 15:12
Tagungs-Telegramm

"The European Knowledge Society": Das IfZ präsentiert sich auf europäischem Parkett

[mehr]



Leonrodstrasse 46 b - 80636 München - Telefon: (089) 126880 - Telefax: (089) 12688191 - E-Mail: ifz@ifz-muenchen.de - U.-St.-ID: DE 129521181 - IBAN-Nummer: DE 0470020270 0000001524 - BIC-Nummer bzw. SWIFT-Code: HYVEDEMM
© 2000-2013 Institut für Zeitgeschichte