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16.05.2012 :: Deutsch :: Druckversion
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Der KSZE-Prozess:
Multilaterale Konferenzdiplomatie und die Folgen
(1975-1989/91)


Im Mittelpunkt des Projektes, das das Institut für Zeitgeschichte in Kooperation mit den Lehrstühlen von Prof. Dr. Soutou (Universität Paris IV) und Prof. Dr. Altrichter (Universität Erlangen-Nürnberg) bearbeitet, steht die Entwicklung des KSZE-Prozesses in den Jahren 1975 bis 1989/91. Dabei werden sowohl die multilaterale Konferenzdiplomatie als auch deren Folgen für die inneren Verhältnisse in den Ostblockstaaten thematisiert. Die diplomatisch-politischen Prozesses werden aus westeuropäischer und neutraler Perspektive untersucht, da die Forderung nach der Einhaltung von Menschenrechten und nach Ausweitung humanitärer Kontakte auf die westlichen Staaten zurückging und die Neutralen nicht zuletzt in diesem Zusammenhang wichtige Vermittlerfunktionen übernahmen. Die Rückwirkungen der im Rahmen der KSZE getroffenen Festlegungen auf Staat und Gesellschaft in Osteuropa wird anhand unterschiedlicher Fallbeispiele analysiert.

Am Institut für Zeitgeschichte werden drei Teilprojekte bearbeitet:

  • Von Helsinki nach Madrid. Die KSZE-Politik der Bundesrepublik Deutschland 1975-1980 (Matthias Peter)
  • Österreich und die "humanitäre Dimension" des KSZE-Prozesses 1969-1983 (Benjamin Gilde)
  • Folgen de KSZE-Prozesses in der DDR: Kritik, Dissidenz und Opposition im Spiegel staatlicher Perzeptionen und Reaktionen (Anja Hanisch)

Der Lehrstuhl Soutou betreut folgendes Teilprojekt:

  • Die Französische Politik im Rahmen der KSZE in den 70er Jahren: Entspannung, Sicherheitsordnung, Menschenrechte und nationale Unabhängigkeit (Veronika Heyde)
    Projektbeschreibung zum download [pdf]

Der Lehrstuhl Altrichter betreut folgende Teilprojekte:

  • Die Folgen des KSZE-Prozesses in Polen: Selbstorganisation der Gesellschaft – Solidarnosc, Bürgerkomitees und der lange Weg zur Demokratie (Gunter Dehnert)
  • Die Folgen des KSZE-Prozesses in der Sowjetunion: Im Schatten der Perestrojka – Entstehende Nationalbewegungen, wachsender Demokratisierungsdruck und der Zerfall des kommunistischen Machtmonopols (Yuliya von Saal)
  • Die Folgen des KSZE-Prozesses in der Tschechoslowakei: Von Helsinki über Prag auf dem Weg zum neuen Europa. Die Entwicklung der tschechoslowakischen Oppositionsbewegung zwischen 1975 und 1989 (Benjamin Müller)
  • Die Folgen des KSZE-Prozesses in der Sowjetunion: Von Helsinki nach Gor’kij. Die Entwicklung der sowjetischen Bürgerrechtsbewegungen und Helsinkigruppen zwischen1975 und 1982 (Ernst Wawra)

Eingebunden in den Projektzusammenhang ist auch:

  • Die Rolle der Schweiz im KSZE-Prozess (Philip Rosin, Universität Bonn)

Stand : Oktober 2010

 


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