Von Tante Emma zur Schlecker-Frau? Die Entwicklung des Berufes ‚Verkäuferin’ in der Bundesrepublik Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (IfZ):  Manuela Rienks M.A.

Projektinhalt:  

Im Zentrum des Projekts steht der Wandel der weiblichen Arbeit im Einzelhandel. Mit der Einführung der Selbstbedienung veränderte sich die Arbeitswelt für Verkäuferinnen grundlegend. Die Waren verschwanden nicht mehr hinter der Ladentheke, sondern waren frei zugänglich. Die Einzelhandelsunternehmen vergrößerten ihre Verkaufsflächen und weiteten ihr Angebot aus. Die Arbeit der Verkäuferinnen beschränkte sich zunehmend auf eintönige, körperlich anstrengende Tätigkeiten, wie das Kassieren am Kassenstand oder das Einräumen von Regalen. Daneben veränderten sich die sozialen Beziehungen zwischen Verkäuferinnen und ihren Kundinnen beziehungsweise Kunden. Die Untersuchung wählt einen praxeologischen Ansatz und untersucht ausgewählte Einzelhandelsbetriebe darauf, wie sich die Arbeitspraktiken der Verkäuferinnen gestalteten. Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass es die Verkäuferinnen selbst waren, die durch ihre Arbeit die Praktiken des Verkaufens und Einkaufens prägten. Auch in diesem Berufsfeld, in dem seit den 1960er Jahren besonders viele Frauen arbeiteten, bestimmten Prozesse der Rationalisierung, Technisierung sowie Flexibilisierung die weitere Entwicklung. Daher wird die Untersuchung eingebettet in die Erforschung der strukturellen Wandlungen seit den 1950er Jahren.

 

 



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