Zivile Verwaltungen und wissenschaftliche Dienste im Ministerium des Innern der DDR

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (IfZ):  Dr. des. Lutz Maeke

Projektinhalt:  

Lutz Maeke untersucht im Rahmen seines Teilprojektes zum einen die Aufgabe des Ost-Berliner Innenministeriums als Ressort der zentralen Personalpolitik des DDR-Staatsapparates, zum anderen die Funktion als „Kommunalministerium“ der DDR und schließlich die Arbeit der Archivverwaltung, des Vermessungs- und Kartenwesens sowie des Meteorologischen und Hydrologischen Dienstes, die alle dem MdI unterstanden. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass insbesondere im Archivwesen und im Meteorologischen Dienst markante personelle Kontinuitäten von Fachkräften aus der Zeit vor 1945 auszumachen sind. Die in den Quellen dokumentierte angeblich unpolitische Gesinnung jener Experten ist ein wichtiges weitergehend zu analysierendes Konstrukt, das sowohl die Bereitschaft, erneut einem diktatorischen Regime zu dienen, als auch eine persönliche Bereinigung der vorangegangenen Karriere im Nationalsozialismus begünstigte. Darüber hinaus gilt es, die Ursachen der bis 1960/61 vollzogenen Entmachtung des MdI als Ministerium der zentralen „Kaderpolitik“ und der „Anleitung der örtlichen Räte“ des SED-Staates zu ergründen.

 

 



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