Die Dokumentation Obersalzberg

Die Dokumentation Obersalzberg bei Berchtesgaden ist ein vom Institut für Zeitgeschichte konzipierter und fachlich betreuter Lern- und Erinnerungsort. Am historischen Platz bietet sie die Möglichkeit, sich mit der Geschichte einer ehemaligen Schaltstelle nationalsozialistischer Macht auseinanderzusetzen. Das Konzept wurde im Auftrag des Freistaats Bayern entwickelt. Eröffnet wurde die Dokumentation am 20. Oktober 1999 – seither wird sie vom Institut für Zeitgeschichte wissenschaftlich und museumsfachlich betreut.

Die Ausstellung zeigt einerseits die Ortsgeschichte des Obersalzbergs, der in der Zeit des Nationalsozialismus sukzessive zu Hitlers zweitem Regierungssitz ausgebaut wurde. Zum anderen bettet die Ausstellung den "Täterort" in eine Gesamtgeschichte des Nationalsozialismus ein und beleuchtet zentrale Aspekte der NS-Diktatur. Begleitet wird sie von einem umfassenden Bildungsprogramm, das insbesondere Jugendlichen eine kritische Auseinandersetzung mit rechtsradikalem Gedankengut eröffnet.

Die Dokumentation Obersalzberg will hohen fachlichen Ansprüchen genügen, wendet sich aber primär an den historischen Laien. Ihr Ziel ist es, den Besucher wissenschaftlich fundiert, aber allgemein verständlich über das ereignisreiche und komplizierte historische Geschehen zu informieren und darüber hinaus Anstöße zur analytischen Verarbeitung zu geben. Damit leistet das Institut für Zeitgeschichte direkten Transfer seiner Forschungsarbeit in die historische und politische Bildung.

Dauerausstellung

Die Ausstellung zeigt über 950 Fotos, Dokumente, Plakate, Film- und Tonaufnahmen, die der Öffentlichkeit zum Teil erstmals zugänglich gemacht werden.

Folgende Themen werden behandelt:

  • Der Obersalzberg
  • Führermythos und Führerkult
  • Akteure des Regimes
  • Die deutsche Volksgemeinschaft
  • Der Terror- und Vernichtungsapparat
  • »Rassenpolitik«, Judenverfolgung, Völkermord
  • Widerstand und Emigration
  • Hitlers Außenpolitik
  • Der Zweite Weltkrieg
  • Die Bunkeranlage

 

Öffnungszeiten

  • April bis Oktober: Montag bis Sonntag 9.00 – 17.00 Uhr (letzter Einlass 16.00 Uhr)
  • November bis März: Dienstag bis Sonntag 10.00 – 15.00 Uhr (letzter Einlass 14.00 Uhr)
  • Montags geschlossen.
  • Geschlossen auch am 1. Januar und 1. November, sowie am 24., 25. und 31. Dezember


Nähere Informationen zur Dokumentation Obersalzberg und ihrem umfassenden Angebot finden Sie auf der Homepage www.obersalzberg.de.

Publikationen im Rahmen des Projekts

Obersalzberg.

Ulrich Chaussy

Obersalzberg.

Veröffentlichungen des IfZ zur Dokumentation Obersalzberg

München 2012


 
Die tödliche Utopie.

Volker Dahm, Albert A. Feiber, Hartmut Mehringer, Horst Möller (Hrsg.)

Die tödliche Utopie.

Veröffentlichungen des IfZ zur Dokumentation Obersalzberg

München 2011


 
Täter - Gegner - Opfer.

Albert A. Feiber, Volker Dahm (Hrsg.)

Täter - Gegner - Opfer.

Veröffentlichungen des IfZ zur Dokumentation Obersalzberg

München 2008


 
Dokumentation Obersalzberg.

Volker Dahm, Albert A. Feiber, Elisabeth Sommer, Wolfgang Wintersteller

Dokumentation Obersalzberg.

Veröffentlichungen des IfZ zur Dokumentation Obersalzberg

München 2006


 
Dokumentation Obersalzberg.

Volker Dahm, Albert A. Feiber, Elisabeth Sommer, Wolfgang Wintersteller

Dokumentation Obersalzberg.

Veröffentlichungen des IfZ zur Dokumentation Obersalzberg

München 2006


 
Gewalt, Vernichtung, Tod.

Volker Dahm

Gewalt, Vernichtung, Tod.

Veröffentlichungen des IfZ zur Dokumentation Obersalzberg

München 2005


 
Pädagogischer Koffer

Pädagogischer Koffer

Veröffentlichungen des IfZ zur Dokumentation Obersalzberg