Unser Profil

Zum Institut für Zeitgeschichte zählen die Forschungsabteilungen in München und Berlin, die Aktenedition im Auswärtigen Amt und die Dokumentation Obersalzberg. Am Hauptstandort München erforschen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die NS-Herrschaft und ihre Vorgeschichte sowie den Faschismus in Italien. Im Mittelpunkt der Demokratieforschung stehen die Zeit der Weimarer Republik, die deutsche Nachkriegsgeschichte und die zentralen Entwicklungslinien der „alten“ Bundesrepublik im europäischen Kontext. Die Erforschung historischer Transformationen rückt den politischen und gesellschaftlichen Wandel in Europa seit den 1970er Jahren ins Blickfeld. In München sitzt auch die Redaktion der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte (VfZ). Sie sind das führende Fachperiodikum und die auflagenstärkste historische Zeitschrift in Deutschland.

Forschung und Wissenstransfer

Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es eine Forschungsabteilung des IfZ in Berlin. Hier lag der Schwerpunkt zunächst auf der Geschichte der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR. Die historische Transformationsforschung widmet sich darüber hinaus der deutsch-deutschen Geschichte seit den 1970er Jahren. Ebenfalls in Berlin ist ein Teil der NS- und der Nachkriegsforschung angesiedelt, darunter das große Editionsprojekt zu Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden (VEJ). Eine weitere Abteilung des IfZ ist direkt im Auswärtigen Amt untergebracht. Deren Aufgabe ist die Bearbeitung der „Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland“ (AAPD).


Direkten Transfer seiner Forschungsarbeit in die historische und politische Bildung leistet das IfZ in der Dokumentation Obersalzberg bei Berchtesgaden. Im Auftrag des Freistaats Bayern hat das Institut dort eine Dauerausstellung konzipiert, die die Ortsgeschichte von Hitlers zweitem Regierungssitz mit einer Darstellung zentraler Aspekte der NS-Diktatur verbindet. Die Dokumentation wird seit ihrer Eröffnung im Jahr 1999 wissenschaftlich und museumsfachlich vom Institut für Zeitgeschichte betreut.

Hochkarätige Infrastruktur

Das IfZ bietet darüber hinaus mit seiner Bibliothek und dem Archiv in München eine hochkarätige wissenschaftliche Infrastruktur und leistet so eine wichtige Servicefunktion für die deutsche und internationale Zeitgeschichtsforschung. So unterhält das Institut eine renommierte Spezialbibliothek zur Zeitgeschichte. Die Sammelschwerpunkte des Archivs konzentrieren sich auf nicht-staatliche Überlieferungen vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart. Als Drehscheiben des Wissenstransfers sind Bibliothek und Archiv öffentlich zugänglich und erfüllen vielfältige Auskunfts- und Beratungswünsche.

Das IfZ - ein lebendiges Forum

Mit einer Fülle von Konferenzen, Vorträgen und Buchpräsentationen an allen seinen Standorten belebt das Institut für Zeitgeschichte den wissenschaftlichen Diskurs und sorgt für einen intensiven Dialog zwischen Forschung und interessierter Öffentlichkeit. Das Netzwerk des Instituts reicht dabei weit in die internationale Wissenschaftswelt hinein und wird im Austausch mit ausländischen Partnerinstitutionen und Forschungsverbünden stetig ausgebaut. Einen besonderen Akzent legt das IfZ auf die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Dazu zählen spezielle Doktorandenprogramme ebenso wie eine umfassende Lehrtätigkeit von IfZ-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an 11 Universitäten im ganzen Bundesgebiet.


Das Institut für Zeitgeschichte versteht sich somit nicht nur als anspruchsvolle Forschungseinrichtung, sondern auch als lebendiges Forum für Debatte und Wissenstransfer.