Widerstand als Hochverrat 1933-1945

Der politische Widerstand gegen den Nationalsozialismus, der auf den Sturz des NS-Regimes abzielte, wurde von der Justiz des Dritten Reichs als "Hochverrat" definiert. Anklage- und Urteilsschriften der entsprechenden Verfahren vor den zuständigen zentralen Gerichten - Reichsgericht (1933 bis 1934), Volksgerichtshof (1934 bis 1945) und Reichskriegsgericht (1936 bis 1944) - stellen daher eine erstrangige Quelle für die Geschichte des deutschen Widerstandes dar. In ihnen spiegelt sich sein soziales und politisches Spektrum in seiner ganzen Breite und Vielfalt. Die Akten berichten detailliert über die Widerstandstätigkeit, beleuchten die Struktur oppositioneller Gruppen und geben oft anderweitig nicht mehr greifbare Schriften des Widerstandes vollständig oder in umfangreichen Auszügen wieder.

Die Mikrofiche-Edition führt die vom Institut für Zeitgeschichte eruierten Anklage- und Urteilsschriften aus rund 2.500 Prozessen gegen ca. 7.500 deutsche Reichsangehörige aus dem "Altreich" zusammen und erleichtert
die Benutzung durch eine intensive Erschließung. Eine Fülle von bisher  unbekannten Quellen wird zugänglich gemacht und lässt wichtige neue Impulse für die Erforschung des Widerstandes gegen das NS-Regime erwarten.

 

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