1986: Auf dem Weg zu einer neuen europäischen Friedensordnung?

06.09.2017 - 19:30 Ort: Bonn


Jedes Jahr nach Ablauf der 30-jährigen Sperrfrist gibt das Institut für Zeitgeschichte im Auftrag des Auswärtigen Amts einen Jahrgang mit Dokumenten zur Außenpolitik der Bundesrepublik heraus. Vormals geheime Dokumente werden so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Im Jahr 1986 war das Ost-West-Verhältnis geprägt von einer nie gekannten Dynamik. Der neue  Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow, forderte mit einer Reihe öffentlichkeitswirksamer Vorschläge zur Rüstungskontrolle die NATO heraus. Der Gipfel der Supermächte im Oktober in Reykjavik eröffnete die Perspektive einer Welt ohne Atomwaffen, auch wenn die Gespräche zunächst noch ohne konkretes Ergebnis blieben. Zusammen mit der Fortsetzung des KSZE-Prozesses nährte diese Entwicklung die Hoffnung auf eine neue europäische Friedensordnung.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn.

Mit Matthias Peter (wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte und Bearbeiter des Jahrgangs 1986 der AAPD), Joachim Scholtyseck (Universität Bonn), Joachim Bitterlich (Botschafter a.D., früherer europa-, außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl, Professor an der ESCP Europe Paris). Moderation: Andreas Wirsching (Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München - Berlin).

ORT
Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Museumsmeile
Willy-Brandt-Allee 14
53113 Bonn

ANMELDUNG
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