"Wer miteinander redet, schießt nicht aufeinander"

14.12.2017 - 18:00 Ort: Berlin


"Solange man miteinander redet, schießt man nicht aufeinander" – das Bonmot Hans-Dietrich Genschers ließe sich der europäischen Entspannungspolitik seit den späten 1960er Jahren als Motto voranstellen. Tatsächlich war Kommunikation über die Blockgrenzen hinweg der Schlüssel zu einer Sicherheitsordnung in Europa, deren Bestand auch dann nicht in Frage gestellt wurde, als sich die Beziehungen zwischen den beiden Supermächten ab Ende der 1970er Jahre wieder verschlechterten. Wie und worüber sprachen die Europäer in Ost und West miteinander, welchen Regeln folgte ihre Kommunikation? Welche Bedeutung kam den Begegnungen der Staats- und Regierungschefs zu, wie wichtig waren Kontakte "von unten"? Wurde über die europäische Sicherheit auf den Gipfeln der Diplomatie entschieden, oder waren es eher zivilgesellschaftliche Beziehungen, die, "von oben" durchaus kritisch beäugt, zur Sicherheit in unsicheren Zeiten beitrugen? Diese Fragen werden zu diskutieren sein. Ebenso ist zu klären, was "Vertrauen" unter diesen Umständen überhaupt heißen konnte. Wie viel Kontrolle war nötig, um Vertrauen zu generieren und zu stabilisieren, wie viel Empathie, wie viel Verständnis für die jeweils andere Seite musste aufgebracht werden, um im Gespräch bleiben zu können? Und schließlich: Was können wir für heute daraus lernen?

Die Veranstaltung ist Teil der Ringvorlesung "Vertrauen als Ressource internationaler Politik", die das Berliner Kolleg Kalter Krieg gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert.


Mit Reinhild Kreis (Universität Mannheim), Reinhard Krumm (Friedrich-Ebert-Stiftung), Gabriele Metzler (Humboldt-Universität zu Berlin).

 

Mehr Informationen zur Veranstaltung und der Reihe "Vertrauen als Ressource internationaler Politik"  finden Sie auch auf der Website des Berliner Kollegs Kalter Krieg.


ORT

Humboldt-Universität zu Berlin
Hörsaal 1072
Unter den Linden 6
10117 Berlin
Deutschland

 

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