Widerstand als Herausforderung, Verpflichtung und Last

24.01.2018 - 18:00 Ort: München


Um kaum eine Widerstandsorganisation wurden so viele Gerüchte gesponnen wie um die so genannte Rote Kapelle. Zu den mehr als 200 Menschen, die 1942/43 als Angehörige der Gruppe um Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack verhaftet wurden, gehörten auch der Schriftsteller Günther Weisenborn und seine Frau Joy. Sie wurde nach einiger Zeit entlassen, er aber zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. In einem IfZ-Projekt haben ihre Söhne gemeinsam mit Hans Woller die Tagebücher und Briefe aus der Haft unter dem Titel "Liebe in Zeiten des Hochverrats" publiziert. Anlass, auch den Widerstands-Chronisten Weisenborn zu würdigen - und das politische Umfeld auszuleuchten, in dem er in der Nachkriegszeit lebte. Die Wiederbelebung des Gestapo-Feindbildes "Rote Kapelle" in der Zeit des Kalten Krieges prägte diese entscheidend mit.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Volkshochschule München, dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Verlag C.H. Beck.

Mit Gerhard Sälter (Unabhängige Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes), Christian Weisenborn (München) und Hans Woller (München). Moderation: Jürgen Zarusky (Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte).


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Weitere Veranstaltungen zum Buch "Liebe in Zeiten des Hochverrats":

 

Dienstag 06|03|2018
19.00 Uhr, Auditorium des NS-Dokumentationszentrums München
Lesung: „Zu viel für ein Menschenleben“– Die Weisenborns und die „Rote Kapelle“

 

Dienstag 13|03|2018
19.00 Uhr, Auditorium des NS-Dokumentationszentrums München
Filmvorführung und Gespräch: „Die guten Feinde. Mein Vater, die Rote Kapelle und ich“




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