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Vergangenheitspolitik

Norbert Frei: Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit. 2. Auflage 1997. ISBN 978-3-406-41310-0
Wie sind die Westdeutschen in den fünfziger Jahren mit dem Problem der NS-Vergangenheitsbewältigung politisch umgegangen? Nicht nur die von Adenauer geführte Bundesregierung, auch die sozialdemokratische Opposition zeigte sich bereit, dem massiven gesellschaftlichen Verlangen nach einem ”Schlußstrich” unter die seit 1945 praktizierte Entnazifizierung und die Ahndung von NS-Straftaten zu entsprechen. Das Ergebnis war eine ”Vergangenheitspolitik”, die schließlich sogar schwerstbelasteten Kriegsverbrechern die Freiheit brachte und den späteren Vorwurf einer ”unbewältigten Vergangenheit” begründete.
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung
I. Vergangenheitspolitische Gesetzgebung: Weichenstellungen im Parlament und in der Regierung
1. Das Straffreiheitsgesetz von 1949 2. Die „Liquidation“ der Entnazifizierung 3. Rehabilitierung und Versorgung der „131er“ 4. Das Straffreiheitsgesetz von 1954
II. Vergangenheitspolitische Obsession: Das Problem der Kriegsverbrecher
1. Die Entwicklung bis zum Regierungsbeginn in Bonn 2. Die Politisierung der Kriegsverbrecherfrage (1949/50) 3. Die Debatte im Zeichen der Wiederbewaffnung (1950/51) 4. Generalvertrag statt Generalamnestie (1951/52) 5. Die Abwicklung des Kriegsverbrecherproblems
III. Vergangenheitspolitische Grenzmarkierung: Justitielle Normsetzung und alliierte Interventionen
1. Der Fall Hedler und die strafrechtliche Normsetzung (1950) 2. Aufstieg und Verbot der Sozialistischen Reichspartei (1951/52) 3. Die Naumann-Affäre und die Rolle der Alliierten (1953)
Schluß
Anhang Dank Quellen und Literatur Abkürzungen Namensverzeichnis
Zur Rezension in Frankfurter Allgemein Zeitung vom 10. August 1996 -->
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