|
Sondernummer

Manfred Kittel: Vertreibung der Vertriebenen. Der historische deutsche Osten in der Erinnerungskultur der Bundesrepublik (1961-1982), München 2007.
Streit um das Berliner "Zentrum gegen Vertreibungen" - die Vorgeschichte der Kontroverse.
Hat die Vertreibung von Millionen Deutschen aus Ostmitteleuropa nach 1945 in der Erinnerungskultur der Bundesrepublik einen angemessenen Platz gefunden? Manfred Kittel zeigt, dass Differenzierungen notwendig sind: In den 1960er Jahren zeichnete sich mit wachsender Kritik an der ostpolitischen Haltung der Landsmannschaften in Medien und intellektuellen Milieus eine zunehmende Entfremdung vom historischen deutschen Osten ab. Da aber noch alle Parteien um die Wählerstimmen der Vertriebenen rangen, blieb der erinnerungskulturelle Wandel begrenzt. Erst nach dem „Machtwechsel“ in Bonn 1969 mehrten sich in Bund, Ländern und Kommunen die Symptome der Verdrängung.
Manfred Kittel, geboren 1962, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Regensburg und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Redakteur bei den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte.
Zur Rezension in Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. März 2007 -->
Zur Rezension in H-Soz-u -Kult, 19.07.2007 -->
Bestellen beim R. Oldenbourg-Verlag
Zurück zur Übersicht

|