16.10.2017

40 Jahre „Landshut“-Entführung



Vor 40 Jahren, am 13. Oktober 1977, entführten palästinensische Terroristen die Lufthansa-Maschine „Landshut“, die mit mehr als 80 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern von Palma de Mallorca nach Frankfurt am Main unterwegs war. Das Terrorkommando wollte inhaftierte Mitglieder der sogenannten Roten Armee Fraktion freipressen. Nach einem Irrflug mit einer Reihe europäischer und nahöstlicher Stationen landete sie schließlich am 17. Oktober in der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Dort befreite am frühen Morgen des folgenden Tages ein GSG 9-Kommando unter Führung Ulrich Wegeners die Geiseln und tötete drei der vier Geiselnehmer. Flugkapitän Jürgen Schumann war am 16. Oktober vor den Augen der Geiseln kaltblütig ermordet worden. Eine Besonderheit des 40. Jahrestages dieses Ereignisses ist die Rückkehr der ausrangierten „Landshut“ nach Deutschland, die künftig museal genutzt werden soll.


Den außenpolitischen Hintergründen der Befreiungsaktion hat schon 2009 der am Institut für Zeitgeschichte arbeitende Historiker Tim Geiger einen Aufsatz in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte gewidmet, in dem er insbesondere die geschickte Verhandlungstaktik von Staatsminister Hans-Jürgen Wischnewski beleuchtet, die den GSG 9-Einsatz möglich machte. Geigers VfZ-Beitrag hat von seiner Aktualität nichts verloren, daher haben ihn sowohl die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ als auch der „Spiegel“ in aktuellen Beiträgen zu „Mogadischu“ aufgegriffen:

 

www.faz.net/aktuell/feuilleton/helmut-schmidt-und-die-entfuehrung-der-landshut-15217124.html


www.spiegel.de/einestages/landshut-entfuehrung-mogadischu-1977-fuenf-tage-todesangst-a-1170915.html

 

 




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