Rückblicke - unsere Aufsätze neu gelesen

Selbst die Rolling Stones hatten nicht immer Recht. "Who wants yesterday's papers. Nobody in the world", sangen sie in den 60er Jahren. Für die Vierteljahrshefte jedenfalls gilt dieses Diktum nicht. Zahlreiche Aufsätze sind keineswegs veraltet; viele haben nichts von ihrer Aktualität verloren, nicht wenige sind Klassiker geworden, die in der Forschung nach wie vor häufig rezipiert werden. Ein frischer Blick in "alte" Hefte lohnt sich: Ohne "Rückblicke" keine Einblicke!


Sebastian Voigt über Lutz Niethammer, Antifa-Ausschüsse 1945

„Aktivität und Grenzen der Antifa-Ausschüsse 1945“ untersuchte Lutz Niethammer in einem vor 40 Jahren (Heft 3, 1975) erschienenen VfZ-Aufsatz. Ging es dabei wirklich um eine „gescheiterte Alternative“ zu den Entwicklungen in der DDR und der Bundesrepublik, wie der Autor damals meinte? Sebastian Voigt, ein Arbeiterbewegungs-Historiker der jüngeren Generation, wirft einen kritischen Rückblick auf Niethammers Aufsatz.

Rückblicke: Sebastian Voigt über Lutz Niethammer


Hermann Graml und Hans Woller über Kurt Sontheimers Thomas-Mann-Aufsatz

„Thomas Mann als politischer Schriftsteller“ lautete der Titel eines Aufsatzes des Politikwissenschaftlers Kurt Sontheimer (1928-2005), der 1958 in den Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte erschien. „Nach wie vor eine Lektüre, die sich lohnt“, stellt Hermann Graml, von 1978 bis 1993 Chefredakteur der VfZ im Gespräch mit seinem Nachfolger Hans Woller fest. Hermann Graml, ein exzellenter Kenner des Werks von Thomas Mann, fasst Sontheimers Position zusammen, die in seinen Augen ins Schwarze trifft und noch immer von bemerkenswerter Frische ist. Verfolgen Sie auf unserem Videokanal einen anregenden „Trialog“ mit der Geschichte der Zeit- und auch der Literaturgeschichte:

Rückblicke: Hermann Graml und Hans Woller über Kurt Sontheimer


Jürgen Zarusky über Martin Broszats Widerstands-Aufsatz

„Zur Sozialgeschichte des deutschen Widerstands“ lautete der Titel eines Aufsatzes von Martin Broszat, der in der Juliausgabe des Jahrgangs 1986 der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte erschien. Broszat, einer der prominentesten NS-Forscher seiner Generation und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte von  1972 bis zu seinem Tod 1989, legte damit ein fulminantes Plädoyer für einen Paradigmen-Wechsel in der Widerstandshistoriographie vor:

Rückblicke: Jürgen Zarusky über Martin Broszat



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