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Philipp Gassert, Tim Geiger, Hermann Wentker (Hrsg.): Zweiter Kalter Krieg und Friedensbewegung.

Philipp Gassert, Tim Geiger, Hermann Wentker (Hrsg.): Zweiter Kalter Krieg und Friedensbewegung. Der NATO-Doppelbeschluss in deutsch-deutscher und internationaler Perspektive, München 2011.


Aus dem Inhalt:

Philipp Gassert, Tim Geiger, Hermann Wentker
Zweiter Kalter Krieg und Friedensbewegung: Einleitende Überlegungen zum historischen Ort des NATO-Doppelbeschlusses von 1979

I. Die Supermächte: Politische Entscheidungen und Reaktionen

Michael Ploetz
Erosion der Abschreckung? Die Krise der amerikanischen Militärstrategie am Vorabend des NATO-Doppelbeschlusses

Gerhard Wettig
Sowjetische Euroraketenrüstung und Auseinandersetzung mit den Reaktionen des Westens. Motivationen und Entscheidungen

Klaus Schwabe
Verhandlung und Stationierung: Die USA und die Implementierung des NATO-Doppelbeschlusses 1981-1987

II. Die Außenpolitik der beiden deutschen Staaten


Tim Geiger
Die Regierung Schmidt-Genscher und der NATO-Doppelbeschluss

Andreas Rödder
Bündnissolidarität und Rüstungskontrollpolitik. Die Regierung Kohl-Genscher, der NATO-Doppelbeschluss und die Innenseite der Aussenpolitik

Hermann Wentker
Zwischen Unterstützung und Ablehnung der sowjetischen Linie: Die DDR, der NATO-Doppelbeschluss und die Nachrüstung


III. Die gesellschaftlichen Folgen in Deutschland

Anja Hanisch
Zwischen Militarisierung und abnehmender Systemloyalität.
Die ostdeutsche Gesellschaft an der Wende zu den 1980er Jahren

Philipp Gassert
Viel Lärm um Nichts? Der NATO-Doppelbeschluss als Katalysator gesellschaftlicher Selbstverständigung in der Bundesrepublik

Friedhelm Boll und Jan Hansen
Doppelbeschluss und Nachrüstung als innerparteiliches Problem der SPD

Saskia Richter
Der Protest gegen den NATO-Doppelbeschluss und die Konsolidierung der Partei Die Grünen zwischen 1979 und 1983

IV. Der NATO-Doppelbeschluss und die Friedensbewegung

Helge Heidemeyer
NATO-Doppelbeschluss, westdeutsche Friedensbewegung und der Einfluß der DDR

Detlef Pollack
Zwischen Ost und West, zwischen Staat und Kirche: Die Friedensgruppen in der DDR

Wilfried Mausbach
Vereint marschieren, getrennt schlagen? Die amerikanische Friedensbewegung und der Widerstand gegen den NATO-Doppelbeschluss

V. Doppelbeschluss und Nachrüstung in der NATO

Beatrice Heuser und Kristan Stoddart
Großbritannien zwischen Doppelbeschluss und Anti-Kernwaffen-Protestbewegungen

Leopoldo Nuti
Die Nukleardebatte in der italienischen Politik der späten 1970er und frühen 1980er Jahre

Coreline Boot und Beatrice de Graaf
"Hollanditis" oder die Niederlande als "schwaches Glied in der NATO-Kette"? Niederländische Proteste gegen den NATO-Doppelbeschluss 1979-1985

Georges-Henri Soutou
Mitläufer der Allianz? Frankreich und der NATO-Doppelbeschluss

Am 12. Dezember 1979 beschloss die NATO, ihr Arsenal nuklearer Mittelstreckenwaffen als Gegengewicht zu neuen sowjetischen SS-20-Raketen zu modernisieren, falls Rüstungskontrollverhandlungen mit der UdSSR erfolglos bleiben würden. Neben dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan markierte der NATO-Doppelbeschluss die Wende von der Entspannungsära hin zur verschärften Ost-West-Konfrontation. Im Westen mobilisierte die "Nachrüstung" gesellschaftlichen Protest unbekannten Ausmaßes mit Menschenketten, Sitzblockaden und Großdemonstrationen. Auch jenseits des "Eisernen Vorhangs" bewegte das Friedensthema zahllose Menschen. Die Studie analysiert diesen Wendepunkt des Kalten Krieges im deutsch-deutschen, europäischen und transatlantischen Kontext auf diplomatie- und gesellschaftsgeschichtlicher Ebene. Wie kam es zu der Entscheidung, die zunächst einen Klimasturz im Ost-West-Verhältnis nach sich zog? Welche langfristigen gesellschaftlichen Folgen hatte die Konfrontation zwischen politischem "Establishment" und Friedensbewegung? Wurde mit dem Doppelbeschluss sogar paradoxer Weise der Grundstein zur Überwindung des Kalten Krieges gelegt?

Philipp Gassert, geboren 1965, ist Professor für die Geschichte des europäisch-atlantischen Kulturraumes der Universität Augsburg und war zuvor DAAD Associate Professor of History an der University of Pennsylvania und Stellvertretender Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Washington, D.C.

Tim Geiger, geboren 1972, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin bei der Edition "Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland".

Hermann Wentker, geboren 1959, Leiter der Abteilung Berlin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Leipzig

 

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