Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Tagungstelegramm: Konferenz der Leibniz-Gemeinschaft

Mehr als 220 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sind der Einladung der Leibniz-Gemeinschaft nach Berlin gefolgt und haben am 14. September 2018 an der Konferenz zu den „Sustainable Development Goals“ - den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nation - teilgenommen. Die Implementierung der 2015 beschlossenen 17 Nachhaltigkeitsziele in Politik und Gesellschaft ist in den vergangenen Jahren mit regionalen und überregionalen zivilgesellschaftlichen sowie politischen Initiativen vorangeschritten. Doch wie steht es um den Beitrag der Wissenschaft zum Erreichen der Ziele? Diese Frage setzte den Rahmen für die zehn thematischen Fachsessions der Konferenz und zog sich als Leitfrage durch die Tagungsbeiträge. Einführende Referate hielten Klaus Töpfer, ehemaliger Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, und Ottmar Edenhofer, neuer Co-Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.

Auch das Institut für Zeitgeschichte beteiligte sich an der prominent besetzten Konferenz: Seine Zweite Stellvertretende Direktorin Elke Seefried, die das von der Leibniz-Gemeinschaft geförderte Verbundprojekt „Geschichte der Nachhaltigkeit(en)“ leitet, hat das Panel „Histories of Sustainabilities – Past and Present Perspectives“ organisiert. Die Sektion diskutierte die Zeitgeschichte der Nachhaltigkeit seit den 1970er Jahren: Wie veränderten sich Bedeutungsdimensionen von Nachhaltigkeit, welche Ordnungsmuster und Interessen prägten Nachhaltigkeitsdiskurse und -praktiken in Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, und warum wurde der Begriff so überaus einflussreich?  Diesen Fragen ging das Panel auf verschiedenen Ebenen nach. Iris Borowy (Shanghai University) beschäftigte sich mit der globalen Perspektive der Nachhaltigkeitsentwicklung seit der Brundtland-Kommission. Jan-Henrik Meyer (Universität Kopenhagen/ZZF Potsdam) richtete seinen Blick auf Europa, indem er die Nachhaltigkeitsdiskurse und Politik der Europäischen Union in den 1980er und 1990er Jahren beleuchtete. IfZ-Historikerin Eva Oberloskamp thematisierte westdeutsche zivilgesellschaftliche Akteure und deren Vorstellungen nachhaltiger Energiegewinnung, und Karen Froitzheim (Universität Augsburg) verglich die Nachhaltigkeitsstrategien deutscher und britischer Unternehmen.



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