„Meine Familie hatte es gut in Auschwitz“

Tagungstelegramm: Obersalzberger Gespräch – SS-Männer in Auschwitz-Birkenau

Das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau steht für die Schrecken des Nationalsozialismus. Doch Auschwitz war nicht nur ein Ort des Grauens. SS-Wachmänner und die Lagerleitung verbrachten dort nach Dienstschluss gesellige Stunden, machten Ausflüge und genossen ihr Privatleben. Auf diese Idylle in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Lagerzäunen blickte Anna-Raphaela Schmitz (Institut für Zeitgeschichte München–Berlin), in ihrem Vortrag am 28. März 2019 und arbeitete dabei insbesondere Zusammenhänge zwischen Freizeitgestaltung, Privatleben und Vernichtungsaktionen im Lagerkomplex heraus. Im AlpenCongress Berchtesgaden verdeutlichte die Referentin, dass nicht nur das Spannungsverhältnis von Privatleben und Verbrechen Auschwitz und den Obersalzberg verbindet: In der Bergidylle traf Adolf Hitler Entscheidungen, die die Deportation und Ermordung hunderttausender Menschen in Auschwitz zur Folge hatten. Ein Ausblick auf die neue Dauerausstellung in der Dokumentation Obersalzberg führte deshalb in den Vortrag ein.



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