Ein neuer Kalter Krieg?

Tagungstelegramm: Podiumsdiskussion beleuchtet die Eskalation im Ost-West-Konflikt 1979 und die Gegenwart

Angesichts des NATO-Doppelbeschlusses und des sowjetischen Einmarschs in Afghanistan, die sich beide diesen Dezember zum 40. Mal jähren, veranstaltete das Berliner Kolleg Kalter Krieg eine Podiumsdiskussion zur Eskalation im Ost-West-Konflikt 1979 und der Gegenwart.

Die Ereignisse damals trugen erheblich zur Verschärfung des Kalten Kriegs bei. Heute ist angesichts der Krim- bzw. Ukraine-Krise, der darauf erfolgten EU-Sanktionen gegen Russland sowie des Scheiterns des INF-Abrüstungsvertrags vielfach von einem neuen Kalten Krieg die Rede; darüber hinaus schürt der amerikanisch-chinesische Handelsstreit neue Konflikte.

Das nahmen die Podiumsteilnehmer Gernot Erler (ehemaliger Staatsminister im Auswärtigen Amt bzw. Russland-Beauftragter der Bundesregierung), Christoph von Marschall (Tagesspiegel), Bernd Rother (Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung) und Agnes Bresselau von Bressensdorf (wissenschaftliche Geschäftsführerin des Berliner Kollegs Kalter Krieg) zum Anlass um, moderiert von Elke Seefried (Zweite Stellvertretende Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin) folgende Fragen zu diskutieren: Stehen wir vor einer neuen Eskalation im West-Ost-Verhältnis? Welche Schlüsse lassen sich aus der Zeitgeschichte für die Gestaltung der Gegenwart ziehen – gerade auch im Verhältnis zu Russland? Können damalige Initiativen, auf den Pfad der Entspannung zurückzukehren, heute erneut von Nutzen sein?

Zum Nachhören stellt die Bundesstiftung Aufarbeitung einen Mitschnitt der Veranstaltung zur Verfügung.



© Institut für Zeitgeschichte