Der Holocaust im Deutschen Reich 1941 bis 1943

Tagungstelegramm: Band 6 der Edition „Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden“

Mitte Oktober 1941 begann die systematische Deportation der Juden aus dem Zentrum des deutschen Machtbereichs. Tausende wurden in Zügen aus Berlin, Wien, Prag und anderen Städten in das Ghetto Litzmannstadt, nach Minsk, Kaunas oder Riga, und später direkt in die Vernichtungslager gebracht und dort ermordet. Auch aus dem vermeintlichen Vorzeige-Ghetto Theresienstadt im Protektorat Böhmen und Mähren gingen Deportationszüge nach Auschwitz. Band 6 der Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden 1933–1945“ (VEJ), der am Mittwoch, 30. Oktober, im Großen Saal der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum vorgestellt wurde, schildert die Lage der Juden und den um sich greifenden Schrecken, als die ersten abgeholt wurden und nachdem Lebenszeichen von den deportierten Freunden und Verwandten ausblieben.

Susanne Heim (Institut für Zeitgeschichte München­–Berlin), Mitherausgeberin und Bearbeiterin des Bandes, führte in die Dokumente ein, die Schauspielerin Anette Daugardt trug aus den Originalquellen vor. Die Begrüßung übernahm Anja Siegemund (Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum), die Moderation Beate Meyer (Institut für die Geschichte der deutschen Juden). Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg statt; die Edition VEJ wird vom IfZ, dem Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Freiburg und dem Bundesarchiv getragen.



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