Die Endphase des Kalten Krieges

Tagungstelegramm: Die Akten zur Auswärtigen Politik zeichnen die Jahre 1987 und 1988 nach

Jedes Jahr nach Ablauf der 30-jährigen Sperrfrist veröffentlicht das Institut für Zeitgeschichte im Auftrag des Auswärtigen Amts ausgewählte Dokumente zur Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland. Die jüngsten Bände beleuchten die Endphase des Kalten Krieges. Am Donnerstag, 5. September 2019, diskutierten Carlo Masala (Universität der Bundeswehr, München), Botschafter a. D. Bernd Mützelburg, Tim Geiger und Michael Ploetz (beide IfZ) die beiden ereignisreichen Jahre im Besucherzentrum des Auswärtigen Amts: Mit dem INF-Vertrag wurden 1987 erstmals landgestützte Raketen einer Reichweite von 500 bis 5500 km und damit eine ganze Waffenkategorie abgeschafft – ein Durchbruch nicht nur bei der Abrüstung, sondern auch im Ost-West-Verhältnis. Meilensteine waren auch die Besuche von Bundespräsident Richard von Weizsäcker in Moskau und Generalsekretär Erich Honecker in Bonn. 1988 beschleunigte sich der Wandel noch: Während die Instabilität der DDR wuchs, näherten sich die Ostblock-Staaten politisch und wirtschaftlich dem Westen an. Die Moderation der Buchvorstellung und Podiumsdiskussion übernahm IfZ-Direktor Andreas Wirsching, Hauptherausgeber der AAPD.



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