"Lessons of the Holocaust"

Der 75. Jahrestag des „Kristallnacht“-Pogroms vom 9. November 1938 bestimmt Thematik und Ort einer vom Russischen Zentrum für Holocaust-Studien initiierten internationalen Konferenz, zu deren Mitorganisatoren auch das Institut für Zeitgeschichte zählt. Sie wird vom 14. bis 17. November an der Immanuel-Kant-Universität in Kaliningrad durchgeführt.

 

Das einstige Königsberg ist die einzige (heute) russische Stadt, in der der Pogrom stattgefunden hat. Der Leiter des Russischen Zentrums für Holocaust-Studien, Il’ja Al’tman, und seine Partner wollen mit dieser Veranstaltung auch die frühere Ostpreußenmetropole als eine Brücke für die internationale historische Verständigung nutzen. Die Geschichte der Juden Königsbergs, der historische Ort des Pogroms in der Geschichte des Holocaust und die internationale Reaktionen darauf, insbesondere in der Sowjetunion, bilden die zentralen Aspekte der Tagung. Eine weitere Sektion der Konferenz ist dem japanischen Diplomaten Chiune Sugihara gewidmet, der 1940 als Konsul in Kaunas unter Überschreitung seiner Kompetenzen für mindestens 2.100  jüdische  Flüchtlinge japanische Transitvisa ausgestellt hat. Yad Vashem hat Sugihara, der nach seiner Zeit in Kaunas u.a. in Königsberg stationiert gewesen war, als Gerechten der Völker geehrt.

 

Die Konferenz wird neben dem Russischen Zentrum für Holocaust-Studien und dem IfZ von der Föderalen Baltischen Immanuel-Kant-Universität, den Instituten für Russische und für Weltgeschichte der Russischen Akademie der Wissenschaften, dem Simon Wiesenthal Centre Europe und der Rikkyo University (Tokio) getragen. Die mitwirkenden Wissenschaftler kommen aus Russland, Weißrussland, Finnland,  Litauen, Deutschland, Frankreich, Israel, den USA und Japan.

 

Die Beteiligung des IfZ dient auch der Osteuropa-Vernetzung des neuen Zentrums für Holocaust-Studien des Instituts.

 

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