Zeitenwende?

Tagungstelegramm: 1979 - Als die Welt von heute begann

Im Jahr 1979 häuften sich weltweit Krisen, Revolutionen und euphorische Aufbrüche, die gegenwärtige Herausforderungen einleiteten. So brachte die iranische Revolution den politischen Islam auf die globale Agenda, ebenso wie der sowjetische Einmarsch in Afghanistan. Mit dem Polen-Besuch des Papstes wuchsen die Proteste gegen den Sozialismus. China öffnete sich für den globalen Kapitalismus und die frisch gewählte Margaret Thatcher sorgte für eine neoliberale Wende. Zeitgleich löste die Revolution in Nicaragua eine engagierte Solidarität mit der „Dritten Welt“ aus, ebenso wie die Boat People, mit denen die Aufnahme außereuropäischer Flüchtlinge einsetzte.

Am Zusammenspiel derartiger Ereignisse verdeutlichte Frank Bösch, Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, in seinem Vortrag am Mittwoch, 13. März 2019, im Institut für Zeitgeschichte, wie unsere Gegenwart vor rund 40 Jahren begann. Die Thesen seines jüngst erschienenen Buchs „Zeitenwende 1979“ diskutierte Bösch im Anschluss mit Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München–Berlin.



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