Zäsuren der Zeitgeschichte: Das Jahr 1949

Tagungstelegramm: Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum 70. Geburtstag des IfZ

Vor 70 Jahren hat das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin (IfZ) seine Arbeit aufgenommen. Anlass genug, den Blick auf die entscheidenden Wegmarken der deutschen Zeitgeschichte zu richten und neue Fragen an die zentralen Aufbrüche, Krisen und Wendepunkte der jüngeren Jahrzehnte zu formulieren. Unsere Veranstaltungsreihe „Zäsuren der Zeitgeschichte“ setzte am Donnerstag, 4. April im IfZ München den Auftakt mit dem Jahr 1949: Die Gründung der Bundesrepublik und der DDR legten den institutionellen Grundstein für Jahrzehnte deutscher Zweistaatlichkeit und machten das gespaltene Land zum Symbol des Kalten Krieges. Mit der Verabschiedung des Grundgesetzes vor der Erfahrung der Weimarer Reichsverfassung wurden gleichzeitig die Weichen für eine Neuauflage von Rechtsstaat und Demokratie gestellt. Nach einer Einführung durch Institutsdirektor Andreas Wirsching diskutierten Hans Günter Hockerts (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Christian Waldhoff (Humboldt-Universität zu Berlin) ein ereignisreiches Jahr und seine weitreichenden Folgen.

Die Jubiläumsreihe "Zäsuren der Zeitgeschichte" wird in der zweiten Jahreshälfte in den IfZ-Standorten Berlin und Berchtesgaden fortgesetzt: Im September beschäftigt sich die Dokumentation Obersalzberg mit dem Jahr 1939, dem Jahr, als das nationalsozialistische Deutschland den Zweiten Weltkrieg entfesselte. Im Oktober schließlich richtet sich der Blick auf 1989: 30 Jahre nach dem Mauerfall wird eine Podiumsdiskussion mit prominenten Zeitzeugen in Berlin die zentralen Ereignisse und Entwicklungen vor und nach der deutschen Wiedervereinigung in den Fokus nehmen.



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