28.02.2018

Arafat im Kalten Krieg



Tagungstelegramm: Die Palästinenser zwischen Bonn und Ost-Berlin

 

Erich Honecker und Jassir Arafat verband angeblich eine Männerfreundschaft par excellence. Und nur die DDR, nicht die Bundesrepublik, war vermeintlich ein einflussreicher und verlässlicher Partner der Palästinenser. Lutz Maeke hat die Politik der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) im Kalten Krieg untersucht und zeigt auf, wie die PLO versuchte, sich die deutsch-deutsche Konkurrenz zunutze zu machen. Eine der überraschendsten Erkenntnisse seines Buches "DDR und PLO – Die Palästinapolitik des SED-Staates" lautet: Die SED bekämpfte Jassir Arafat entschieden – da er sich zu stark prowestlich engagierte.


Am Donnerstag, 22. Februar, präsentierten und diskutierten Lutz Maeke (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin), Bernd Erbel (Botschafter der Bundesrepublik in Ägypten, im Irak und im Iran a.D.) und Hermann Wentker (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin) die Ergebnisse des Bandes. Die Moderation übernahm Bernd Rother (Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung).

Die Veranstaltung fand im Forum Willy Brandt Berlin statt und war eine Kooperation mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, dem Berliner Kolleg Kalter Krieg und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg.




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