22.05.2018

Wie nah ist uns die Zwischenkriegszeit?



Tagungstelegramm: Geschichte und Aktualität demokratischer Staatsgründungen nach dem Ersten Weltkrieg

 

 

Das Aufkommen starker nationalistischer und antiliberaler Tendenzen in Ost- und Zentraleuropa bringt die demokratiepolitisch schwierige Zeit zwischen den beiden Weltkriegen in Erinnerung. Die meisten Staatsgründungen nach 1918 in diesem Raum mündeten sehr bald in rechtsautoritäre oder rechtsextreme Regime. Die Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte (VfZ) fragten in ihrem zweiten "Podium Zeitgeschichte" am Donnerstag, 17. Mai, im Münchner Haupthaus des Instituts für Zeitgeschichte, wie heute in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien oder Litauen die Geschichte und das Scheitern der damaligen Demokratien behandelt wird und welche Relevanz dies für die Gegenwart hat.

 

Nachdem sie im Aprilheft der VfZ ihre Standpunkte dargelegt hatten, trafen ausgewiesene Experten aus mehreren europäischen Ländern zur zweiten Runde in einer Podiumsdiskussion zusammen: Ota Konrád (Karls-Universität Prag), Ekaterina Makhotina (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Anton Pelinka (Central European University Budapest), Thomas Raithel (Institut für Zeitgeschichte München - Berlin) und Krzysztof Ruchniewicz (Universität Wrocław). Die Moderation übernahm Jürgen Zarusky, Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Die Podiusmdiskussion fand in Kooperation mit dem Verlag De Gruyter Oldenbourg statt.




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