06.07.2018

Moskau, München, Berlin



Mit der russischen Revolution von 1917 begann eine Kette revolutionärer Umbrüche in Ost- und Mitteleuropa. Neben Berlin wurde München 1918/19 zu einem der deutschen "Hot Spots" dieser Entwicklung: Vom 7. auf den 8. November 1918, also noch vor den revolutionären Ereignissen in Berlin, wurde in der bayerischen Landeshauptstadt die Monarchie gestürzt.

Diese Ereignisse vor 100 Jahren griff eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte, der Katholischen Akademie Bayern und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München auf: Am Donnerstag, 5. Juli diskutierten deutsche und russische Historikerinnen und Historiker über die enge Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte zwischen den Umbrüchen in Deutschland und Russland.

Auf dem Podium vertreten waren Ferdinand Kramer (Institut für Bayerische Geschichte an der LMU München), Oksana Nagornaja (Staatliche Pädagogische Uschinski-Universität Jaroslawl), Andreas Wirsching (Institut für Zeitgeschichte München – Berlin) und Alexander Vatlin (Lomonossow-Universität Moskau). Moderiert wurde die Runde im vollbesetzten Sall der Katholischen Akademie von Jürgen Zarusky.

Die Podiumsdisskussion fand im Rahmen der Jahrestagung der  „Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen“ statt. Gegründet 1997 auf Initiative des deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl und des russischen Präsidenten Boris Jelzin, ist es Aufgabe der Kommission, den Blick insbesondere auf das schicksalhafte 20. Jahrhundert zu lenken und einen wissenschaftlichen Beitrag für den Dialog zwischen den beiden Staaten zu leisten. Die Kommission arbeitet unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Wladimir Putin und besteht aus je neun deutschen und russischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie je drei leitenden Vertretern der Archivverwaltungen beider Länder. Den Vorsitz auf deutscher Seite führt seit 2016 Andreas Wirsching.

Weiterführende Informationen zur Arbeit der Kommission unter:

www.deutsch-russische-geschichtskommission.de




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